Durchblick, auch wenn’s eng wird: tecnotron fertigt flexible Mikro-Leiterplatten für Digit-Inspektionskameras

Von Spielraum kann keine Rede sein, eher von äußerst beengten Verhältnissen, wenn Spezialkameras der nordrhein-westfälischen Wöhler Technik GmbH sich im Untergrund durch verwinkelte Schächte und kleinste Röhren mühen. Bei der Entwicklung einer neuartigen, hochmobilen Inspektionskamera vertraute man, in gemeinsamer Entwicklung der Leiterplatte, auf die fast 40-jährige Erfahrung der tecnotron elektronik gmbh vom Bodensee.

Auf Biegen ohne Brechen: Komplexe Elektronik auf kleinstem Raum

Extreme Enge und ein raues, bisweilen nicht gerade sauberes Arbeitsklima durch die Fahrten im Untergrund sind Rahmenbedingungen, die man im Hause Wöhler hinlänglich kennt. So entstand in Eigenentwicklung mit der "VIS 700" eine mobile Inspektionskamera auf dem Reißbrett, die für tecnotron eine Herausforderung an die Leiterplattenfertigung mit sich brachte: als dreh- und schwenkbares Arbeitsgerät und einem mit LED-Leuchten zur Rundum-Sicht ausgelegten Farbkamerakopf, galt es komplexe Elektronik auf kleinstem Raum zu integrieren. Die vorgegebene Packdichte verringerte die Möglichkeiten zur technischen Umsetzung und zwang zur strengen Reduzierung der SMD-Bauteile, nur kleinste Bauformen ließ man zu. Um selbst bei äußerst enger Winkelführung der zu inspizierenden Röhren voranzukommen, kam nur Leiterplattenmaterial in Betracht, das, hochflexibel ausgelegt, selbst extremen Biegezyklen unermüdlich und langlebig widersteht.


"Hier passte, trotz oder gerade wegen der widrigen Umstände in der Entwicklungsphase, der Fertigungsauftrag von Wöhler Technik exakt in unsere erst kürzlich erweiterten Möglichkeiten der Serienproduktion", betont Florian Schemm, Mitinhaber und Geschäftsführer der tecnotron, "das ist hart geforderte Präzision, die außer mit modernster Fertigungstechnik erst mit entsprechendem Fachwissen zielführend wird." Hier wird, nach seinen Angaben, äußerst passkonforme Bestückgenauigkeit und die Fähigkeit, derart winzige Bauformen funktionsgesichert zu löten, zur Norm. Wie mit Argusaugen wird der gesamte Serienprozess hocheffizient überwacht und die Ausfallquote auf Null gebracht – ideale Voraussetzung, um gerade äußerst kostspielige Bestückungsprojekte effizient und optimal funktionsgerecht auszuführen.

Dass sich gute kooperative Verständigung in technisch komplexen Fällen nachhaltig positiv bemerkbar macht, konnte die tecnotron mit diesem Projekt schnell für sich verbuchen: Inzwischen fertigt man im bayerischen Weißensberg Leiterplatten für die Marke Wöhler Technik bereits für mehrere Gerätegenerationen.

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