»Towards the Light«
ein Projekt von Lore Bert in der Kirche San Fantin
5. Mai – 22. Oktober 2022
zur 61. Kunst-Biennale in Venedig 2026
Pressekonferenz: 5. Mai 17 Uhr
Empfang: 5. Mai 18 Uhr
Grußwort: Arch. Don Gianmatteo Caputo,
Delegato Patriarcale per i beni culturali
Einführung: Dr. phil. Dorothea van der Koelen,
Präsidentin der ›van der Koelen Stiftung‹
Nach ihrer erfolgreichen offiziellen Teilnahme an der Kunstbiennale von Venedig (2013) im Correr Museum und ihrer überwältigenden Präsentation zur Biennale (2019) in San Samuele, realisiert Lore Bert zur diesjährigen Biennale (2026) erneut eine beeindruckende Installation in der Lagunenstadt.
Unter dem Titel »Towards the Light« zeigt die Künstlerin in der Kirche San Fantin (gegenüber Teatro La Fenice) vom 5. Mai bis zum 22. Oktober 2026 ein raumgreifendes Environment aus Papier mit Neon-Elementen. Die ›van der Koelen Stiftung für Kunst und Wissenschaft‹ ist Träger dieses Projektes.
Das Gesamtprojekt zeigt einen weiteren wichtigen Aspekt im Werk Lore Berts: Lichtinstallationen mit Neonröhren, die sie seit den 90er Jahren entwickelt hat. Im Hauptschiff gibt es zwei Papierkreise aus gefalteten Papierbögen, einer davon mit roten Neonelementen in Form von ›Vierpässen‹, der zweite mit türkis-weiß-alternierenden Neonkugeln, angeordnet in Form einer ›Spirale‹. Das dritte Lichtwerk steht als Skulptur im Chor und zeigt ›orientalische Zahlen‹. In den flankierenden Seitenschiffen gibt es 4 großformatige Bildobjekte, die thematisch und farblich in Korrespondenz treten.
Das Licht steht für Hoffnung und Zuversicht, denn es leuchtet in der Finsternis. Der Vierpass ist nicht nur eine typisch Venezianische Architekturform, die sich an zahlreichen gotischen Palästen findet, sondern steht auch für die ›Kardinaltugenden‹: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung und sind bereits bei Platon schon erwähnt. Die Spirale steht für Konzentration und Unendlichkeit zugleich, für Ruhe und Bewegung. (Orientalische) Zahlen, die aus Indien kommen und eine ‘0’ beinhalten, erlauben nicht nur Qualitäten und Quantitäten zu beschreiben, sondern werden ebenso für Geistes- und empirische Wissenschaften wie im Geschäfts- und Bankenwesen verwendet.
Lore Bert (*1936), die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiert, vertritt eine einzigartige Position in der internationalen Kunstszene. In den Ausstellungen, die sie weltweit bestückt, zeigt sie Werke, die in einen vielfältigen Dialog mit dem Material Papier treten. Ihr künstlerisches Universum entfaltet sich im Geist der Kant’schen ›Transzendentalen Ästhetik‹ durch die sinnliche Wahrnehmung bei der Schönheit eine elementare Rolle spielt. »Schönheit ist das Geheimnis des Lebens« (Agnes Martin). Über 350 Ausstellungen in 30 Ländern und 60 Monographien dokumentieren ihr Schaffen. Lore Berts Arbeiten befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit.
Lore Bert lebt und arbeitet in Mainz und Venedig.
Galerie Dr. Dorothea van der Koelen
konkret – konzeptuell – konstruktiv
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