Am 30. Mai öffnen sich im ganzen Land Türen, die sonst verschlossen bleiben. Baustellen werden zu Bühnen, historische Gebäude zu Gesprächspartnern, neue Quartiere zu Möglichkeitsräumen. Wer sich auf den Weg macht, entdeckt Brandenburg nicht als fertiges Bild, sondern als Prozess – als ein Geflecht aus Ideen, Materialien, Entscheidungen und Haltungen.
Baukultur zeigt sich dabei nicht nur in herausragender Architektur. Sie liegt ebenso in der Sorgfalt des Details, im Weiterbauen am Bestand, im Mut zur Transformation. Sie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen – planerisch, handwerklich, politisch und gesellschaftlich.
„Baukultur ist für uns kein Schlagwort, sondern eine Haltung“, betont Dipl.-Ing. Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer. „Sie beginnt lange vor dem ersten Entwurf und endet nicht mit der Fertigstellung eines Gebäudes. Sie zeigt sich darin, wie wir mit Ressourcen umgehen, wie wir Räume denken und wie wir Entscheidungen treffen. Der Tag der Baukultur öffnet genau diesen Prozess – und macht sichtbar, wie viel Engagement und Überzeugung dahinterstehen.“
Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg wird diese Vielfalt besonders spürbar: Zwischen Dorfanger und Wachstumskorridor, zwischen industriellem Erbe und neuer Wohnkultur entstehen sehr unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage – wie wir künftig bauen und leben wollen.
Robert Crumbach, Bauminister des Landes Brandenburg, formuliert es so:
„Gute Baukultur verbindet nicht nur Räume, sondern auch Menschen. Sie schafft Orte, die Identität stiften und gleichzeitig offen bleiben für Veränderung. Der Tag der Baukultur macht diese Qualitäten erfahrbar. Es geht dabei nicht nur um Neubau, sondern auch um die Weiterentwicklung und Anpassung von Bestehendem.“
Das Programm reicht von Führungen durch denkmalgeschützte Ensembles über Gespräche mit Planerinnen und Planern bis hin zu Einblicken in innovative Bauprojekte. Es ist ein Angebot an die Öffentlichkeit – und zugleich eine Einladung an die Medien, genauer hinzusehen: auf Prozesse statt nur Ergebnisse, auf Zusammenhänge statt Einzelbilder.
Denn gerade im Erzählen liegt eine Chance: Baukultur erschließt sich nicht allein durch Pläne oder Zahlen, sondern durch Geschichten – über Orte, über Konflikte, über Lösungen. Der Tag der Baukultur liefert diese Geschichten.
Programm & Planung
Mit zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Land – von der Prignitz bis in die Lausitz – bietet der Tag der Baukultur ein bewusst dezentrales Programm. Unterschiedliche Orte öffnen zeitgleich ihre Türen, oft nur für wenige Stunden und mit jeweils eigenen Formaten: Führungen, Gespräche, Ausstellungen oder Werkstattblicke.
Gerade diese Vielfalt macht den Reiz des Tages aus – verlangt aber auch nach einer bewussten Auswahl. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich im Vorfeld mit dem Programm auseinanderzusetzen und individuelle Routen zu planen. So entsteht kein flüchtiger Überblick, sondern eine persönliche Annäherung an die Baukultur des Landes.
Eine Übersicht aller Projekte, Zeiten sowie weiterführende Informationen und Pressematerialien finden sich im zentralen Online-Auftritt der BBIK: https://www.bbik.de/tagderbaukultur/
Termin: 30. Mai 2026
Weitere Informationen & Pressebereich: https://www.bbik.de/themen/tag-der-baukultur/presse/
Ergänzend werden Minister Robert Crumbach und BBIK-Präsident Dipl.-Ing. Matthias Krebs sowie Staatssekretär Volker-Gerd Westphal und BBIK-Vizepräsident Dipl.-Ing. Dirk Hottelmann am Tag der Baukultur in Zweierteams im Land unterwegs sein und ausgewählte Projekte besuchen.
In diesen Tandems suchen sie gezielt den Austausch vor Ort – mit Planenden, Initiativen und Besucherinnen und Besuchern – und setzen damit ein sichtbares Zeichen für den Dialog zwischen Politik, Fachwelt und Öffentlichkeit. Die genauen Stationen und Termine dieser Bereisungen werden zeitnah bekanntgegeben.
Der Tag der Baukultur ist eine gemeinsame Kooperation der Brandenburgischen Ingenieurkammer und des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Ziel ist es, die öffentliche Wahrnehmung für Baukultur zu schärfen und die Bedeutung von Architektur, Ingenieurbaukunst und Stadtentwicklung für das gesellschaftliche Leben hervorzuheben. Der Tag findet bereits seit 2023 statt.
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