Steigende Energiekosten, wachsende Pflichten: Was Unternehmen zum Energieaudit wissen sollten

Bielefeld gehört mit rund 13.000 Unternehmen und einem Schwerpunkt im verarbeitenden Gewerbe zu den stärksten Mittelstandsstandorten Deutschlands. Im bundesweiten Ranking belegt die Stadt Platz 9 bei der Dichte mittelständischer Unternehmen. Für viele dieser Betriebe bedeutet das: ein hoher Energieverbrauch – und damit konkrete gesetzliche Pflichten.

Wer ist zum Energieaudit verpflichtet?

Die Auditpflicht ergibt sich aus dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) und dem seit November 2023 geltenden Energieeffizienzgesetz (EnEfG). Alle Nicht-KMU – also Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden oder einem Jahresumsatz über 50 Millionen Euro bei mehr als 43 Millionen Euro Bilanzsumme – müssen alle vier Jahre einen Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchführen lassen.

Seit dem EnEfG gilt zusätzlich: Unternehmen mit einem durchschnittlichen Gesamtenergieverbrauch von mehr als 2,5 Gigawattstunden pro Jahr müssen außerdem Umsetzungspläne für wirtschaftliche Effizienzmaßnahmen erstellen, extern prüfen lassen und veröffentlichen. Ab 7,5 GWh ist darüber hinaus ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einzuführen. Erfasst werden alle Energieformen – Strom, Wärme, Kälte und Kraftstoffe –, berechnet als Mittelwert der letzten drei Kalenderjahre.

„Gerade in einer industriestarken Region überschreiten viele Produktionsbetriebe die Verbrauchsschwelle von 2,5 Gigawattstunden, ohne sich dessen bewusst zu sein", erklärt Cyran Heid, Geschäftsführer der Heid Energieberatung. „Die Geschäftsführung ist verpflichtet, den eigenen Status aktiv zu prüfen."

Ablauf, Fristen und Konsequenzen

Der Energieaudit umfasst die systematische Erfassung aller Energieflüsse im Unternehmen – von Gebäudetechnik über Produktionsprozesse bis zum Fuhrpark. Er gliedert sich in Vorbereitung, Datenerhebung, Vor-Ort-Begehung, Auswertung und Auditbericht. Durchgeführt werden darf er nur von qualifizierten Energieauditoren, die beim BAFA gelistet sind.

Nach Abschluss muss der Audit innerhalb von zwei Monaten über die Online-Energieauditerklärung beim BAFA gemeldet werden. Das Bundesamt hat seine Stichprobenkontrollen zuletzt deutlich intensiviert. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis 50.000 Euro für fehlende Audits und bis 100.000 Euro für fehlende Energiemanagementsysteme.

Strategischer Nutzen über die Pflicht hinaus

„Ein professioneller Energieaudit zeigt Unternehmen schwarz auf weiß, wo sie bei der Energienutzung Geld verlieren", sagt Cyran Heid. In der Praxis lassen sich die jährlichen Energiekosten häufig um zehn bis fünfzehn Prozent senken. Investitionen in identifizierte Maßnahmen – etwa LED-Umrüstung, Druckluftoptimierung oder Wärmerückgewinnung – amortisieren sich oft bereits nach eineinhalb Jahren.

Unternehmen, die nicht unter die Auditpflicht fallen, können einen freiwilligen Energieaudit über das BAFA-Programm fördern lassen. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent des Beratungshonorars, maximal 3.000 Euro. Voraussetzung: Der Antrag wird vor Vertragsabschluss gestellt.

Geplante Gesetzesnovelle

Derzeit befindet sich ein Referentenentwurf zur Novellierung des EnEfG in der Ressortabstimmung. Er sieht unter anderem vor, die Auditpflicht-Schwelle von 2,5 auf 2,77 GWh anzuheben. Bis zum Inkrafttreten einer solchen Novelle gelten jedoch die bestehenden Regelungen unverändert. Unternehmen in Bielefeld sollten daher ihre aktuellen Pflichten nicht mit Verweis auf mögliche künftige Erleichterungen aufschieben.

Über die Heid Im­mo­bi­li­en­ GmbH

Über Heid Energieberatung in Bielefeld

Die Heid Energieberatung zählt zu den führenden Fachunternehmen für Energieeffizienz in Deutschland. Mit über 180 zertifizierten Energieeffizienz-Experten auf der Liste der Deutschen Energie-Agentur (dena) unterstützt das Unternehmen jährlich zahlreiche Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Auftraggeber bei der energetischen Optimierung. Das Leistungsspektrum reicht von Energieaudits und Sanierungsfahrplänen über Fördermittelberatung bis hin zur energetischen Baubegleitung. Die Berater sind für Förderprogramme von BAFA und KfW zugelassen und kombinieren energetisches Fachwissen mit umfassender Gebäudekompetenz. Gegründet 2005 von Cyran Heid, ist das inhabergeführte Unternehmen heute bundesweit tätig – auch in Bielefeld profitieren Kundinnen und Kunden von der langjährigen Erfahrung und fachlichen Kompetenz der Heid Energieberatung.

Weitere Informationen unter: https://www.heid-energieberatung.de/Bielefeld/

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