„[…] Umso wichtiger ist es für Eigentümer, nicht erst dann über ihre Finanzierung nachzudenken, wenn die dazugehörigen Raten nicht mehr bezahlt werden können. Eine frühzeitige Bestandsaufnahme kann zeigen, ob und an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht“, sagt der Finanzdienstleister Besserfinanz.
Eigentümerdarlehen kann bestehende Verbindlichkeiten zusammenfassen
Das Eigentümerdarlehen richtet sich, wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, an die Eigentümer von Immobilien. Je nachdem, wie die entsprechenden Verträge ausgestaltet sind, kann vorhandenes Immobilieneigentum dabei für die Absicherung der Finanzierung berücksichtigt werden.
Gleichzeitig ist es auch möglich, mithilfe eines Eigentümerdarlehens bestehende Verpflichtungen abzulösen und in einer neuen Finanzierung zusammenzufassen. Auf diese Weise können die einzelnen Verpflichtungen in vielen Fällen reduziert werden, wenn die Konditionen der neuen Finanzierung dies zulassen.
Doch auch beim Eigentümerdarlehen bleibt der Blick auf die Gesamtkosten wichtig. Eine längere Laufzeit senkt zwar die monatliche Rate. Zinsen und Zusatzkosten können die Gesamtkosten dafür aber spürbar erhöhen.
Viele finanziellen Engpässe entwickeln sich schrittweise
In der Regel sehen sich Immobilieneigentümer nicht von heute auf morgen mit einer angespannten finanziellen Situation konfrontiert. Oft ist es eine Kombination aus:
- mehreren laufenden Finanzierungen
- einem dauerhaft beanspruchten Dispokredit
- zusätzlichen Verbindlichkeiten,
die die Ausgaben nach und nach erhöht. Wenn dann noch unerwartete Kosten, zum Beispiel bei der Reparatur des Dachs, auftauchen, schrumpft der finanzielle Puffer weiter.
Wer sich frühzeitig mit seinen Optionen befasst, kann die Möglichkeiten in Ruhe gegenüberstellen.
Eigentum und Finanzierungen: Eine klassische Kombination
Immobilieneigentümer gelten als besondere Kreditnehmer. Ihr Eigentum kann unter bestimmten Voraussetzungen als Sicherheit dienen. Dadurch kommen Finanzierungen infrage, die sich von einem klassischen Ratenkredit unterscheiden. Welche das sind, hängt vom jeweiligen Fall ab.
Wichtig werden unter anderem:
- der Wert der Immobilie
- bereits bestehende Belastungen
- die wirtschaftlichen Verhältnisse des Eigentümers.
Allein der Besitz einer Immobilie führt daher nicht zu einer Finanzierungszusage beziehungsweise zu günstigeren Konditionen. Vor allem im Zusammenhang mit einem höheren Finanzierungsbedarf kann es dennoch sinnvoll sein, Aspekte wie diese in die Prüfung mit einzubeziehen.
Dabei entscheidet nicht allein der Marktwert. Ebenso relevant ist, wie stark die Immobilie bereits zur Absicherung bestehender Finanzierungen dient. Aus beiden Faktoren ergibt sich der sogenannte Beleihungsspielraum. Je größer dieser ausfällt, desto eher kann das Eigentum als Sicherheit für weitere Finanzierungen herangezogen werden.
Übersicht schaffen, bevor der Druck steigt
Neben der Höhe der Rate zählt die Übersicht. Wer mehrere Verbindlichkeiten in einer Finanzierung bündelt, hat nur noch einen Vertrag und einen Ansprechpartner. Das macht die eigene Belastung besser kalkulierbar.
Eine geordnete Rückführung der Verbindlichkeiten kann den finanziellen Druck verringern. Ein automatischer Schutz vor einer Überschuldung oder vor dem Verlust des Eigentums ist damit jedoch nicht verbunden.
„Wir raten Eigentümern, ihre Finanzierung regelmäßig zu überprüfen“, sagt ein Sprecher von Besserfinanz. „Wer früh handelt, hat in der Regel mehr Spielraum, als wenn die Raten bereits zum Problem geworden sind.“
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