Das Seminar ist Teil des Formats „W.S. Spezial”, in dem die Expertise unserer akkreditierten Inspektionsstelle (ISO/IEC 17020) und Prüflabors (ISO/IEC 17025) und die langjährige Erfahrung unserer zertifizierten Ausbildungsstätte (ISO 9001, AZAV) zusammenfließen.
Denn Schadensanalysen sind weit mehr als die Untersuchung eines defekten Bauteils. Sie liefern wichtige Erkenntnisse für Konstruktion, Fertigung, Qualitätssicherung und Betrieb. Ob technische, wirtschaftliche oder juristische Fragestellungen – letztlich dient jede Schadensanalyse einem Ziel: zukünftiges Bauteilversagen zu verhindern.
Schadensmechanismen verstehen
Referent Andreas Leitner machte deutlich, dass erfolgreiche Schadensanalysen weit mehr erfordern als einzelne Laboruntersuchungen. „Im Seminar geht es nicht darum, möglichst viele Prüfverfahren vorzustellen. Entscheidend ist zu verstehen, wie eine systematische Schadensuntersuchung aufgebaut wird und welche Informationen tatsächlich zur Ursachenfindung beitragen.“
Voraussetzung dafür sind fundierte Kenntnisse über Schädigungsmechanismen und die richtige Interpretation von Schadensbildern. Nur wer die Ursachen eines Schadens versteht, kann Werkstoffe, Konstruktionen, Fertigungsverfahren oder Betriebsbedingungen gezielt optimieren.
Im Seminar vermittelten die Referenten deshalb nicht nur werkstofftechnisches Fachwissen, sondern vor allem eine strukturierte Methodik der Schadensanalyse. Die Themen reichten von historischen Schadensfällen, Regeln und Normen der Schadensanalyse über Eigenspannungen und ihre Bedeutung für Bauteilschäden bis hin zu konkreten Schadensmechanismen wie Gewaltbrüche und Ermüdungsschäden und deren Charakteristika.
Systematik statt Aktionismus
Dazu gehört auch die Kenntnis der anerkannten Regeln der Technik. Normen und Richtlinien wie die VDI 3822 sowie die Anforderungen der ISO/IEC 17020 und ISO/IEC 17025 bilden die Grundlage für eine nachvollziehbare und belastbare Schadensanalyse.
Besonders wichtig sei dabei analytisches Denken. „Eine Schadensanalyse beginnt bereits bei der Auswahl der richtigen Untersuchungsobjekte“, so Leitner. „Unterschiedliche Schadteile, Vergleichsproben oder verschiedene Fertigungszustände können entscheidende Hinweise auf die Schadensursache liefern.“
Ebenso wichtig sei die zielgerichtete Auswahl der Prüfverfahren. „Nicht jede Prüfung liefert automatisch einen Erkenntnisgewinn. Man muss verstehen, welche Fragestellung beantwortet werden soll und an welcher Stelle des Bauteils die relevanten Informationen zu finden sind.“
Praxisnahe Untersuchungen
Neben den theoretischen Inhalten stand auch die praktische Arbeit im Mittelpunkt. In interaktiven Übungen diskutierten die Teilnehmer reale Schadensfälle an wärmebehandelten Bauteilen sowie typische Gewalt- und Ermüdungsbrüche.
Dabei zeigte sich, wie wichtig die richtige Interpretation der Ergebnisse ist. „Man muss nicht aus jeder Mücke einen Elefanten machen – man darf die Elefanten aber auch nicht übersehen“, fasste Leitner die Herausforderung der Schadensanalyse zusammen.
Im Herbst stehen Korrosionsschäden im Fokus
Während sich das Seminar „Technische Schadensanalyse – mechanische Schäden“ auf Brüche, Risse und Ermüdungsmechanismen konzentriert, befasst sich das zweite Schadensfall-Seminar im Herbst mit dem Themenfeld Korrosion.
Unter dem Titel „Technische Schadensanalyse – Korrosion“ lernen die Teilnehmer, Korrosionsmechanismen zu verstehen, Korrosionsschäden sicher zu erkennen und geeignete Maßnahmen zum Korrosionsschutz abzuleiten.
Denn Korrosion umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Prozesse, die von oberflächlichen Veränderungen bis hin zum vollständigen Versagen eines Bauteils führen können. Fundierte Kenntnisse über Korrosionsvorgänge helfen dabei, Werkstoffe, Fertigungsverfahren, Prüfkonzepte und Betriebsbedingungen gezielt zu optimieren und Schäden nachhaltig zu vermeiden.
Weitere Informationen zum Inhalt des Seminars und zur Anmeldung finden Sie auf der Seite unseres W.S. TrainingCenters.
Seit 2007 analysieren wir Werkstoffe und Bauteile mit einem klaren Anspruch: Wir wollen Ursachen verstehen und nicht nur Symptome bewerten. Unsere Arbeit beginnt dort, wo Standardprüfungen an ihre Grenzen stoßen – bei komplexen Schadensbildern, widersprüchlichen Prüfergebnissen oder hohen regulatorischen Anforderungen.
Wir besitzen umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen Werkstofftechnik, -prüfung und Metallografie. Wir betreiben eine akkreditierte Inspektionsstelle (ISO/IEC 17020) und sind als Prüflabor (ISO/IEC 17025) akkreditiert. Zudem sind wir zertifizierter Bildungsträger (ISO 9001, AZAV) und anerkannte Ausbildungsstätte für die zerstörungsfreie Prüfung (ISO 9712).
Mehr zu unseren Leistungen in der Werkstofftechnik unter www.werkstoff-service.de.
W.S. Werkstoff Service GmbH
Katernberger Straße 107
45327 Essen
Telefon: +49 (201) 316844-0
Telefax: +49 (201) 316844-29
http://www.werkstoff-service.de
Vertriebsleitung
Telefon: +49 (201) 316844-0
E-Mail: info@werkstoff-service.de
![]()
