Voller Energie in die berufliche Zukunft

Die zur Verfügung stehende Energie muss effektiv genutzt werden. Der Ausstieg aus der fossilen Energienutzung muss so schnell wie möglich vollzogen werden. Die Energiegewinnung muss neu gedacht – und gemacht – werden. Denn E-Mobilität und Künstliche Intelligenz (KI) benötigen immer mehr Energie. Energie ist also eines der wichtigsten Zukunftsthemen.

Was wie die Vorgaben für die weltweite Wirtschaftspolitik der Zukunft klingt, beschreibt gleichzeitig das Berufsbild und die Perspektiven des Dachdeckerhandwerks.

Dieses Handwerk entwickelte sich vor rund 1.000 Jahren als ein Handwerk für den Wetterschutz gegen Wind und Regen. Spätestens mit der Ölkrise Anfang der 1970er Jahre wurde aus dem Dach-Handwerk ein Klima-Handwerk, als die ersten Solaranlagen auf Dächern montiert wurden. In den 1990er Jahren folgte die Energieeinsparverordnung, die als Gesetz den Grundstein für die europäische Energiepolitik bis zur künftigen EU-Gebäuderichtlinie setzte. Ziel war es, durch eine Optimierung der Gebäudehülle mit Dach und Wand den Energieverbrauch konsequent zu senken. Sehr bald wurde dies auch in den Ausbildungsrichtlinien des Dachdeckerhandwerks umgesetzt. So z. B. mit der Dämmung von Dächern und der Montage vorgehängter wärmegedämmter Fassadensysteme (VHF) als Maßnahme zur Energieeinsparung und als sommerlicher Hitzeschutz.

Wer bezahlbaren Wohnraum realisieren will, muss auch in Zukunft Gebäude errichten und damit unweigerlich auch Bodenflächen durch die Bebauung versiegeln. Um hier einen Ausgleich zu schaffen und gleichzeitig die Städte vor dem sommerlichen Hitzekollaps zu bewahren, wurden Dach- und Fassadenbegrünungen als natürliche und CO2-neutrale „Klimaanlagen“ immer weiterentwickelt – und vom Dachdeckerhandwerk konsequent umgesetzt.

E-Mobilität und die Nutzung von KI erfordern einen immer höheren Strombedarf. Dieser Bedarf kann nur durch die Nutzung erneuerbarer Energien wie durch Sonnenkraft gedeckt werden. Die dezentrale Stromerzeugung mittels Solaranlagen und Stromspeichern zur „Rund-um-die-Uhr-Nutzung“ des emissionsfrei erzeugten Stroms wird von den hierfür qualifizierten Dachdeckern geplant und in Kooperation mit dem E-Handwerk umgesetzt.

Die Zukunft des Dachdeckerhandwerks hat also schon lange begonnen. Und solange Bedarf an Wohn- und Gewerberaum besteht, solange Energie optimal genutzt und klimaneutral erzeugt werden muss, wird das Dachdeckerhandwerk daran maßgeblich beteiligt sein. Kaum ein anderer Ausbildungsberuf oder Studiengang hat damit ähnliche Perspektiven für die Zukunft.

Mehr Informationen zu Ausbildung, Perspektiven und Chancen im Dachdeckerhandwerk gibt es unter www.DachdeckerDeinBeruf.de, bei allen regionalen Dachdecker-Innungen und beim Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks SH unter www.dachdecker-sh.de

Über Dachdeckerhandwerk Schleswig-Holstein

Der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein vertritt als berufsständische Organisation die Dachdecker-Innungsbetriebe in den acht angeschlossenen Dachdecker-Innungen des nördlichsten Bundeslandes. Sitz des Verbandes ist in Kiel.

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