»Die erneut sehr guten Besucherzahlen zeigen, dass das Landesmuseum Hannover für viele Menschen ein fester Bestandteil kultureller Bildung und Freizeitgestaltung ist. Sie bestätigen zugleich, dass der Umbau zum WeltenMuseum angenommen wird und der Mix der Sonder-ausstellungen überzeugt. Mein Dank gilt unseren Besucherinnen und Besuchern, die diesen Weg mitgehen. Mit der Fertigstellung der KunstWelten und der Neugestaltung der Kuppelhalle mit dem WeltenRaum haben wir zentrale Bereiche des Hauses weiterentwickelt und neue Räume für Aufenthalt und Austausch geschaffen«, sagt Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover.
Das Ausstellungsjahr beginnt mit der noch bis zum 1. März 2026 laufenden Ausstellung Verwandlung der Welt. Meisterblätter von Hendrick Goltzius. Rund 80 Arbeiten des niederländischen Kupferstechers zeigen die außergewöhnliche Bandbreite eines Künstlers, der mit stilistischer Virtuosität und thematischer Vielfalt zu den prägenden Figuren seiner Zeit zählt.
Im April folgt die Sonderausstellung Aufgetaucht. Philipp Klein im Kreis der Impressionisten. Gemeinsam mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim widmet sich das Landesmuseum Hannover erstmals umfassend dem Werk des früh verstorbenen Malers Philipp Klein. Rund 100 Arbeiten – viele davon über Jahrzehnte in privaten Sammlungen verborgen – machen sein Gespür für Licht, Farbe und Bewegung neu sichtbar und verorten ihn im Umfeld von Künstler*innen wie Lovis Corinth, Max Liebermann und Paula Modersohn-Becker.
Zum Jahresende richtet sich der Blick auf ein globales Thema: Unter schwarzer Flagge. Piraten zwischen Nordsee und Karibik hinterfragt gängige Mythen und beleuchtet Piraterie als historisches und gesellschaftliches Phänomen. Hochkarätige Leihgaben, die teils erstmals in Deutschland zu sehen sind, lassen die Welt der Piraten lebendig werden.
Zum Jahresbeginn 2026 passt das Landesmuseum Hannover erstmals seit zehn Jahren seine Eintrittspreise an. Hintergrund sind gestiegene Energie-, Personal- und Betriebskosten sowie umfangreiche Investitionen in Ausstellungen, Vermittlung und Infrastruktur. Die Anpassung hat für Besucher*innen auch Vorteile: Künftig sind alle Sonderausstellungen im Eintritt enthalten und der Eintritt für Kinder wird reduziert. Soziale Angebote bleiben bestehen, darunter der freie Eintritt freitags ab 14 Uhr in die Sammlungen (Sonderausstellungen sind davon weiterhin ausgenommen) sowie günstige Angebote für Schulklassen und familienfreundliche Tarife.
Sonderausstellungen 2026
Verwandlung der Welt. Meisterblätter von Hendrick Goltzius
bis 1. März 2026
Künstler, Verleger, Virtuose: Der niederländische Kupferstecher und Maler Hendrick Goltzius (1558–1617) war ein wahres Allround-Genie. Als Meister der Verwandlung und Nachahmung übertraf er mit seinen innovativen Techniken und künstlerischen Visionen die Erwartungen seiner Zeit.
Aufgetaucht. Philipp Klein im Kreis der Impressionisten
24. April bis 25. Oktober 2026
Von seinen Zeitgenossen gefeiert, von der Nachwelt nahezu vergessen: Das Werk des früh verstorbenen Malers Philipp Klein (1871–1907) wartet darauf, wiederentdeckt zu werden. Der Mannheimer Autodidakt begeisterte schon zu Lebzeiten mit seinem unverkennbaren Gefühl für Licht und Farbe. In seinen atmosphärischen Momentaufnahmen scheint die Welt im flirrenden Wechselspiel von Helligkeit und Bewegung aufzugehen. Gemeinsam mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim präsentiert das Landesmuseum Hannover erstmals eine umfassende Würdigung dieses außergewöhnlichen Künstlers. Zahlreiche der rund 100 gezeigten Werke waren jahrzehntelang in privaten Sammlungen verborgen und sind nun erstmals wieder öffentlich zu sehen. Die Ausstellung bietet einen faszinierenden Einblick in Kleins Vielfalt: von Strand- und Gartenlandschaften über eindrucksvolle Porträts bis hin zu facetten-reichen Frauenbildnissen. Ergänzt durch Arbeiten seiner bekannten Wegbegleiter*innen – darunter Lovis Corinth, Max Liebermann und Paula Modersohn-Becker – wird Philipp Kleins wohlverdienter Platz im impressionistischen Kosmos eindrucksvoll neu sichtbar.
Unter schwarzer Flagge. Piraten zwischen Nordsee und Karibik
27. November 2026 bis 2. Mai 2027
Piraten gibt es, seit Menschen Waren über das Meer transportieren. Aber hatten sie wirklich Augenklappe, Holzbein und Schatzkarte in der Hand? Die Ausstellung lädt dazu ein, hinter den Mythos zu blicken und die Wahrheit über Pirat*innen (!) zu erfahren – wissenschaftlich fundiert, überraschend und näher an unserer Gegenwart, als man denkt. Hochkarätige Leihgaben, die teils erstmals in Deutschland zu sehen sind, lassen die Welt der Piraten lebendig werden. Sie erzählen von Überfällen, Alltagsleben an Bord, Gewalt, Reichtum und dem ständigen Risiko, selbst zur Beute zu werden. Gleichzeitig zeugen sie vom Einfluss der Piraterie auf gesamtgesellschaftliche Entwicklungen: Piraten beschleunigten den Transfer von Technologien und Ideen und prägten so die frühe Globalisierung. Und der »Piratenkodex«, der das Leben an Bord der Schiffe regelte, gilt manchen sogar als Keimzelle moderner demokratischer Prinzipien. So wird verständlich, warum das vermeintlich freie Leben jenseits der etablierten Ordnung bis heute fasziniert – und warum die Bewertung, ob Piraten Kriminelle oder rebellische Helden waren, ganz im Auge des Betrachtenden liegt.
Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Willy-Brandt-Allee 5
30169 Hannover
Telefon: +49 (511) 9807-686
Telefax: +49 (511) 9807-684
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E-Mail: dennis.wildenradt@landesmuseum-hannover.de
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