Diskussionsrunde auf der IPM ESSEN beschäftigt sich mit der Zertifizierung von Pflanzen

Im Rahmen des „Innovationscenter Gartenbautechnik“ auf der IPM in Essen fand am Donnerstag, dem 25. Januar 2024, eine Podiumsdiskussion zum Thema Zertifizierung von Pflanzen und Blumen statt. Unter Moderation des Industrieverband Garten (IVG) e.V. diskutierten Sarah von Fintel (GLOBALG.A.P.), Katharina Schwab (Fairtrade Deutschland), John Janssen (SMK/Nachhaltiger Florist), Maik Mandemaker (MPS) und Dr. Karlheinz Kroell (BLUETENPRACHT Frischblumen GmbH) die Vor- und Nachteile sowie Chancen und Hindernisse bei der Zertifizierung von Nachhaltigkeitskriterien in der Grünen Branche.

Die zentrale Frage der Diskussionsrunde lautete, ob die Zertifizierung von Unternehmen beziehungsweise deren Produkte im Bereich Schnittblumen und Pflanzen mittlerweile vor allem eine Grundvoraussetzung zur Teilnahme am Markt oder zusätzlich eine Möglichkeit zur Umsatzerhöhung, Verbesserung sowie zum Monitoring darstellt.

Nachhaltigkeit in der Blumen- und Pflanzenzucht nimmt vermehrt eine wichtige Rolle ein, wie vor Kurzem auch der Consumer Trends Report 2024 des Capgemini Research Institute belegte. Danach wünscht sich gut die Hälfte der Endkundinnen und Endkunden mehr Transparenz und mehr Informationen über die Nachhaltigkeit von Produkten. Dieser Trend der Grünen Branche geht einher mit den zunehmenden gesetzlichen Anforderungen an Unternehmen in Deutschland und der Europäischen Union, betonte auch die Organisation Fairtrade Deutschland. „Zertifizierungssysteme wie Fairtrade können Unternehmen bei der Erfüllung ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflichten unterstützen. Über den Einkauf zertifizierter Schnittblumen oder Jungpflanzen aus dem globalen Süden und mithilfe von Programmen vor Ort kann Fairtrade hier einen wichtigen Beitrag leisten – auch was die Transparenz gegenüber Verbraucher*innen angeht“, so Katharina Schwab.

Maik Mandemaker führte ebenfalls Vorteile einer Zertifizierung von Unternehmen an. „Mit unabhängiger Zertifizierung übernimmt unsere Branche Verantwortung. Mit validierten, messbaren Daten werden unsere bisherigen Nachhaltigkeitsbemühungen sichtbar. Außerdem helfen uns diese Daten bei der Weiterentwicklung auf Branchenniveau sowie im Betriebsmanagement. Das Resultat ist somit nicht nur für die Abnehmer*innen, sondern auch für die zertifizierten Betriebe besonders interessant und relevant.“

„Wenn Transparenz und Nachhaltigkeit ein immer wichtigerer Kauffaktor für Verbraucher*innen sind, dann spielt auch Vertrauen eine große Rolle. Die Kommunikation über die Aspekte, die in unserer Branche in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit, Wohlergehen der Arbeitnehmer*innen und Rückverfolgbarkeit der Lieferkette bereits gut umgesetzt werden, ist dann besonders wichtig. Das GGN Label ist hierfür ein ideales Tool und kann von der ganzen Branche genutzt werden“, ergänzte Sarah von Fintel unterstützend.

Dr. Karlheinz Kroell legte auf der anderen Seite die Schwierigkeiten von Seiten der Produzenten offen. „Zertifizierungen müssen sich für Produzenten in höheren Preisen oder besserer Markenwahrnehmung auszahlen. Das wird nur möglich sein, wenn die Branche den Verbrauchenden eine konzertierte Nachhaltigkeits-Strategie und -Kommunikation bietet, die auf umfassender Transparenz gegründet ist. Diese Aufgabe muss, im Dialog mit allen Stakeholdern, unverzüglich angegangen werden.“ Dies wurde ergänzt durch John Janssen. „Nachhaltigkeit ist nicht nur bei der Produktion von Blumen und Pflanzen wichtig, sondern auch in der Kette danach. Handelsunternehmen, Floristen oder Gartencenter haben auch ihre Verantwortung, insbesondere wenn immer mehr Geschäftskund*innen und Endverbraucher*innen Garantien für die Produkte wünschen, die sie kaufen möchten.“

Der IVG als ein Vertreter der Gartenbranche in Deutschland begrüßt die rege Diskussion und auch das Interesse des Publikums auf der IPM ESSEN. „Die Diskussionsrunde hat gezeigt, dass die Anforderungen und Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit für den Gartenbau gestiegen sind, aber auch interessante Chancen bieten. Gleichzeitig muss sich der Mehraufwand auch finanziell lohnen und er darf nicht überbürokratisiert werden, denn Nachhaltigkeit beinhaltet auch immer eine ökonomische Seite“, so Philip Testroet, Referatsleiter Gartenbau und Umwelt beim IVG.

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