Glokalisierung: Regionale Internetknoten als starke Basis für ein europäisches digitales Ökosystem

Vor einigen Wochen haben die BREKO-Netzbetreiber DOKOM21 und GELSEN-NET sowie TMR aus Bochum und der Internetknotenbetreiber DE-CIX mit Ruhr-CIX powered by DE-CIX den ersten Internetknoten Deutschlands, der durch den Zusammenschluss dreier regionaler Netzbetreiber und einem globalen Internetknotenbetreiber realisiert wurde, vorgestellt. Als regionale Version der Europäischen Cloudininiative GAIA-X zahlt diese regionale Blaupause auch auf das Projekt der Bundesregierung ein.

Dazu erklärt BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers: „Zukünftig dürfen wir uns nicht mehr allein darauf verlassen, den Datenverkehr über außereuropäische Clouds abzuwickeln. Gerade für die Wirtschaft brauchen wir in Deutschland sichere und stabile Lösungen. Das ist das Ziel von GAIA-X auf europäischer Ebene. Gemeinsam mit dem Internetknotenanbieter DE-CIX und unseren Netzbetreibern im Ruhrgebiet haben wir diesen zukunftsfähigen Ansatz auf die regionale Ebene heruntergebrochen und den ersten regionalen Internetknoten im Ruhrgebiet vorgestellt. Der regionale Ansatz von Ruhr-CIX ist eine Blaupause für andere Regionen und zahlt auch auf das Projekt GAIA-X der Bundesregierung ein, dessen Ziel es ist, eine wettbewerbsfähige, sichere und vertrauenswürdige Cloud-Infrastruktur für Europa zu schaffen. GAIA-X hat einen starken infrastrukturellen Aspekt. Regionale Strukturen wie Ruhr-CIX können die GAIA-X Infrastruktur perfekt ergänzen. Der neue Trend in Sachen Internetverbindung heißt Glokalisierung: Global vernetzt, aber lokal gesichert.“


Das alles funktioniert nur auf Basis leistungsfähiger Glasfasernetze. Darum freut sich BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers über die Kooperation zwischen BREKO und DE-CIX: „Mit dem inzwischen in Deutschland schnell voranschreitenden Glasfaserausbau schaffen wir die Infrastruktur für die Dezentralisierung und Regionalisierung der DE-CIX-Standorte. Im Projekt Ruhr-CIX zeigt sich die Stärke und der Vorteil regionaler Glasfaserstrukturen. Hier kristallisiert sich der, bisweilen als Flickenteppich kritisierte, regionale Glasfaserausbau als das genaue Gegenteil heraus, nämlich als regionale Stärke. Mit unseren, über die ganze Bundesrepublik verteilten, mehr als 210 Netzbetreibern und ihrem regionalen Glasfaserausbau ist der BREKO der ideale Partner für den DE-CIX. Darum freue ich mich besonders, dass wir im Ruhrgebiet die erste Blaupause eines regionalen Internetknotens, der durch den Zusammenschluss dreier regionaler Netzbetreiber und einem globalen Internetknotenbetreiber entstand, erfolgreich umgesetzt haben. Das ist eine zukunftsweisende Entwicklung für die Internetsicherheit in Deutschland. Weitere regionale Projekte nehmen wir jetzt in Angriff.“

Über den BREKO – Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.

Als führender Glasfaserverband mit mehr als 370 Mitgliedsunternehmen setzt sich der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) erfolgreich für den Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Seine Mitglieder setzen klar auf die zukunftssichere Glasfaser und zeichnen aktuell für fast 75 Prozent des wettbewerblichen Ausbaus von Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude und Wohnungen verantwortlich. Die mehr als 210 im Verband organisierten Telekommunikations-Netzbetreiber versorgen sowohl Ballungsräume als auch ländliche Gebiete mit zukunftssicheren Glasfaseranschlüssen. Dazu haben sie im Jahr 2019 2,5 Mrd. Euro investiert und dabei einen Umsatz in Höhe von 7,8 Mrd. Euro erwirtschaftet. Weitere Informationen finden Sie unter www.brekoverband.de.

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