Der Lago Maggiore wird filmreif

Der Lago Maggiore ist in diesem Jahr Schauplatz und Kulisse einer großen deutschsprachigen Filmproduktion. Das ist nicht verwunderlich, denn der See und die Schönheit der alpinen Bergwelt sind schon seit langem Sehnsuchtsort der Menschen in nördlichen Gefilden. Und dieser Reiz hält an: Cannobio ist Drehort für die deutsch-österreichisch-schweizerische Koproduktion „Monte Verità“ unter der Regie von Stefan Jäger

Eine spannende Filmproduktion wird dem deutschsprachigen Zuschauer den Lago Maggiore in seiner Schönheit näherbringen. Ein guter Grund, sich den Drehort anzuschauen. So bietet das mittelalterliche Cannobio am oberen Lago Maggiore die Kulisse für Dreharbeiten zum Kinofilm „Monte Verità“, einer deutsch-österreichisch-schweizerischen Koproduktion, der voraussichtlich 2021 in die Kinos kommen wird. Erzählt wird in dem Drama die Geschichte des in der Nähe von Ascona im Kanton Tessin gelegenen Monte Verità, der in  den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein bekannter Treffpunkt von Anhängern unterschiedlicher alternativer Bewegungen war, die nach neuen Formen des Zusammenlebens suchten und auch viele Künstler anzogen. Der renommierte Schweizer Regisseur Stefan Jäger lässt hier die Welt dieser frühen, aus heutiger Sicht vielleicht so zu bezeichnender, Kommune von Aussteigern, auferstehen.

Für die Dreharbeiten der Dorfszenen – die Gemeinschaft vom Monte Verità stand im Austausch mit dem nahegelegenen Ascona – entschied man sich für Cannobio, das nur gut 16 km entfernt am italienischen Ufre des Lago Maggiore liegt. Cannobio bietet mit seiner malerischen Uferpromenade und seiner erhaltenen mittelalterlichen Bebauung einen guten Eindruck vom Leben am See in früheren Zeiten. Cannobio hat südländisch anmutenden Charakter, und das dazu noch voller Pracht.


Im Mittelalter gelangte die Stadt als bedeutender Handelsumschlagplatz am See zu großem Reichtum. Noch immer lässt dieser Wohlstand sich an vielen Gebäuden erkennen, so am gotischen Rathaus aus dem 13. Jh. Ein Spaziergang durch Cannobio wird zu einem Erlebnis und führt unweigerlich durch Gässchen, über Treppen und durch Bögen, die alle dorthin führen, woher der Reichtum stammt – an den See. Vielleicht ist der schönste Weg, sich Cannobio zu nähern immer noch der über das Wasser.

Wenn sich die Fähre dem Anleger nähert, tut sich ein herrliches Panorama auf die ausladende Seepromenade mit den alten Patrizierhäusern auf. Unter Arkaden entdeckt man Cafés und Restaurants. Auf der Promenade findet auch der am ganzen Lago Maggiore beliebte Sonntagsmarkt statt. Auch die zahlreichen reich ausgestatten Kirchen lohnen einen Besuch. Außerdem ist Cannobio einer der Badeorte am Lago Maggiore, denn am südlichen Ortsrand erstreckt sich der Lido am Ufer entlang, und am Nordrand fließt der Fluss Cannobino in den See und bietet eine seichte Badestelle.

Doch auch im Winter, wenn es am Lago Maggiore eher ruhig zugeht, hat Cannobio einen Geheimtipp zu bieten, um genau zu sein, zwei: Alljährlich in der Nacht vom 7. auf den 8. Januar, zur Prozession der Santissima Pietà von Cannobio, erstrahlt die Altstadt im Schein tausender Kerzen, die auf Fensterbänken, Balkonen, in Mauernischen und sogar auf Booten am Ufer entzündet werden. Und stets am letzten Samstag im Januar findet mit dem Marcia dei Lanternitt eine stimmungsvolle Fackelwanderung über ca. 2,5 Stunden in die winterliche Bergwelt statt. Wem das zu anstrengend ist, der kann den Fackelzug auch vom Ufer aus betrachten, und das ist auch ein filmreifer Anblick.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.distrettolaghi.it/de   www.derlagamaggiore.de

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