Sibanye-Stillwater mit positiver Quartalsbilanz und gutem Ausblick

Der Südafrikanische PGM- und Edelmetallproduzent Sibanye-Stillwater (ISIN: ZAE000173951 / JSE: SGL) legte seine Bilanz für das 1. Quartal 2019 vor.

Dabei überraschten die Südafrikaner positiv, trotz des Mitte November 2018 von den südafrikanischen Gewerkschaften initiierten Streiks mit allen damit verbundenen negativen Auswirkungen. Auch wenn sie für die erste Quartalsbilanz 2019 nicht mehr wirksam wurde, konnte mit der Gewerkschaft AMCU erfreulicherweise zum 17. April 2019 eine Einigung erzielt und der Streik beigelegt werden. Mit den beiden anderen Gewerkschaften NUM und UASA sind gleichlautende Beschlüsse vorgesehen, die ab 1. Juli 2019 in Kraft treten könnten.

Die präsentierten Quartalsergebnisse lagen im Plan, was aber vorwiegend an der starken PGM-Metallproduktion und vor allem an den erzielten hohen Verkaufspreisen lag.

In den USA wurden mit 130.899 Unzen 2E PGM zwar 13 % weniger als im gleichen Abrechnungszeitraum des Vorjahres produziert, allerdings erhöhte sich die Recycelmenge um mehr als 5 % auf 201.289 Unzen. Aufgrund der hohen Verkaufspreise von 1.305,- USD je Unze, die damit rund 27 % über denen des Vorjahresquartals lagen, konnten die von 632,- USD auf 833,- USD je Unze gestiegenen Gesamtförderkosten (‚AISC‘) nahezu kompensiert werden.

Die südafrikanische Produktion der 4E PGM-Metalle lag mit 263.805 Unzen im erwarteten Rahmen. Auch wenn hier die Produktionskosten auf Basis ‚AISC‘ mit 909,- USD je Unze gegenüber 2018 mit 851,- USD je Unze leicht gestiegen sind, konnten die Verkaufserlöse von 1.221,- USD je Unze Schlimmeres verhindern.

Nicht so gut lief es bei der durch die Streiks beeinträchtigten südafrikanischen Goldproduktion. Lediglich 143.278 Unzen Gold (2018: 291.500 Unzen) zu ‚AISC‘ von 2.030,- USD je Unze (2018: 1.336 USD je Unze) wurden produziert. Da der Verkaufspreis von 1.306,- USD je Unze nichts am Betriebsergebnis korrigieren konnte, ergab sich ein Quartalsverlust in Höhe von 115,0 Mio. USD, während im ersten Quartal des Vorjahres noch 31,3 Mio. USD Gewinn zu Buche standen.

Allerdings gibt sich das Management des Unternehmens zuversichtlich, nach Beendigung der Streiks und Überarbeitung der Jahresplanung auf einer guten Basis weiterarbeiten zu können.

Im Gruppenergebnis erzielte der Konzern im besagten Zeitraum einen Überschuss von 12,5 Mio. USD, gegenüber 131,7 Mio. USD im Q1-2018.

In den PGM-Betrieben der USA waren vorübergehend die höhergradigen Erzzugänge im Untergrund schwierig zu erreichen, was zu einem Produktionsrückgang von 12 % gegenüber dem Vorjahresquartal führte und die Gesamtförderkosten in die Höhe schnellen ließ. Aber auch hier sieht sich das Unternehmen auf einem guten Weg und wird mit höheren Erzgehalten die Kosten zukünftig wieder nach unten korrigiere. Daher hält das Management am Erreichen seines Jahresziels für 2019 von 645.000 – 675.000 Unzen zu ‚AISC‘ von 690,- USD bis 730,- USD je Unze fest.

In Südafrika konnte man einen zudem die Konditionen der ‚toll milling‘ Erzverarbeitung mit Anglo American Platinum vorteilhaft abändern, was wesentliche Vorteile für Sibanye-Stillwater – https://www.commodity-tv.net/c/search_adv/?v=298805 – mit sich bringt. Demnach verbleiben das Erz und die Produkte im Eigentum von Sibanye-Stillwater. Somit erhält das Unternehmen auch den vollen Verkaufserlös ohne die früheren Abschläge. Auch wenn die Kosten der Lohnverarbeitung etwas höher ausfallen, wird sich das dennoch positiv auf das Betriebsergebnis auswirken. Im 1. Quartal wurde allerdings Erzmaterial mit niedrigeren Gehalten nicht zur Verarbeitung gebracht, da dies unwirtschaftlich gewesen wäre. Daher wurde ein neuer Plan entwickelt, die Untergrundoperationen auf ‚Rustenberg‘ auf höhergradigen Erzabbau zu konzentrieren, um wirtschaftlicher arbeiten zu können.

Hinsichtlich der Südafrika-Betriebe bleibt man unverändert zuversichtlich und hält an seinem prognostiziertem Jahresergebnis von 1 Mio. bis 1,1 Mio. Unzen PGM-Metalle zu ‚AISC‘-Kosten von 922,- USD bis 974,- USD fest.

Abseits der Quartalsergebnisse wurde bei den Akquisitionsverhandlungen von Lonmin per 29. April 2019 ein nachgebessertes Angebot abgeschlossen, das den gestiegenen Verkaufspreisen der Platingruppenmetalle Rechnung trägt. Der 2017 ursprünglich vereinbarte Tauschwert über 0,967 Aktien von Sibanye-Stillwater für eine Lonmin-Aktie wurde um 0,033 aufgewertet. Die Umsetzung ist jedoch noch abhängig von der Zustimmung der Aktionäre und den zuständigen Aufsichtsbehörden.

Ebenfalls nach Ablauf des Quartals startete das Unternehmen im April 2019 mit einer Finanzierungsrunde, bei der über die Ausgabe von 108.932.356 neuen Aktien (rd. 5 % aller Aktien) zu einem Preis von 15,50 Rand umgerechnet rd. 120 Mio. USD an frischem Kapital eingenommen werden sollen. Mit einem Vorwärtsverkauf von 105.906 Unzen Gold zum Fixpreis von 1.200,- USD je Unze, lieferbar im 4. Quartal 2019, nahm man am 11. April zusätzliche 125 Mio. USD ein. Alle Finanzmittel dienen der Liquidität und der finanziellen Flexibilität des Unternehmens.

Zusammenfassend kann man das Jahr 2018 wahrscheinlich als eine Art Übergangsjahr betrachten, in dem die jüngsten Übernahmen und Kooperationen verarbeitet wurden. Nun, so scheint es zumindest, kann man anfangen, die ersten Früchte zu ernten. Wenn nun auch die Goldproduktion wieder an Fahrt aufnimmt, sollte der Konzern wieder gut in der Spur sein.

Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Jörg Schulte, JS Research UG (haftungsbeschränkt) oder Mitarbeiter des Unternehmens jederzeit eigene Geschäfte in den Aktien der vorgestellten Unternehmen erwerben oder veräußern (z.B. Long- oder Shortpositionen) können. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Transaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Die auf den „Webseiten“, dem Newsletter oder den Research-Berichten veröffentlichten Informationen, Empfehlungen, Interviews und Unternehmenspräsentationen werden von den jeweiligen Unternehmen oder Dritten (sogenannte „third parties“) bezahlt. Zu den „third parties“ zählen z.B. Investor Relations- und Public Relations-Unternehmen, Broker oder Investoren. JS Research UG (haftungsbeschränkt) oder dessen Mitarbeiter können teilweise direkt oder indirekt für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und andere Dienstleistungen von den besprochenen Unternehmen oder sogenannten „third parties“ mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Auch wenn wir jeden Bericht nach bestem Wissen und Gewissen erstellen, raten wir Ihnen bezüglich Ihrer Anlageentscheidungen noch weitere externe Quellen, wie z.B. Ihre Hausbank oder einen Berater Ihres Vertrauens, hinzuzuziehen. Deshalb ist auch die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der hier behandelten Ausführungen für die eigenen Anlageentscheidungen möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Die Depotanteile einzelner Aktien sollten gerade bei Rohstoff- und Explorationsaktien und bei gering kapitalisierten Werten nur so viel betragen, dass auch bei einem Totalverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann. Besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte "Small Caps") und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten, Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken, Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.

Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien, noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wider und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier – https://www.js-research.de/disclaimer-agb/ -. Bitte beachten Sie auch, falls vorhanden, die englische Originalmeldung.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Swiss Resource Capital AG
Poststrasse 1
CH9100 Herisau
Telefon: +41 (71) 354-8501
Telefax: +41 (71) 560-4271
http://www.resource-capital.ch

Ansprechpartner:
Jörg Schulte
E-Mail: info@js-research.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.