»Hoffnung in dunkler Zeit« – Die Rettung des jüdischen Ehepaares Krakauer in Württemberg 1943 bis 1945

Am kommenden Sonntag, den 24. Juni, um 11 Uhr, gibt es zu der neuen Sonderausstellung „Jüdisches Leben im ländlichen Württemberg“ im Freilichtmuseum Beuren einen Vortrag von Pfarrer Dr. Joachim Hahn von der evangelischen Landeskirche in Plochingen. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der jüdischen Geschichte im süddeutschen Raum und hat hierzu zahlreiche Bücher veröffentlicht, unter anderem zur jüdischen Geschichte in Esslingen und Ludwigsburg sowie über Synagogen in Baden-Württemberg. In seinem Vortrag im Freilichtmuseum beleuchtet er das Leben eine jüdischen Ehepaares Max und Ines Krakauer näher. Als beide 1943 von der Gestapo abgeholt werden sollten, begann eine gefährliche Flucht durch Deutschland – von der Ostsee bis nach Württemberg. Der Vortrag ist der Auftakt zu einer Reihe weiterer Begleitveranstaltungen der neuen Sonderausstellung. Die Veranstaltung ist im Museumseintritt inbegriffen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Referent berichtet die wahre Geschichte des Ehepaares Krakauer, das sich während der NS-Zeit über zwei Jahre versteckt hielt. Lebensgefährlich – nicht nur für sie, sondern auch für ihre Helfer und deren Familien. Hier in der Region half die „Württembergische Pfarrhauskette“, eine evangelische Untergrundorganisation, den bedrückten und gehetzten Menschen und rettete vielen das Leben. Vor allem Pfarrhäuser boten den Flüchtlingen Schutz vor dem Zugriff der Gestapo. So erlebte das Ehepaar das Kriegsende in einem Pfarrhaus im Remstal.

Die neue Sonderausstellung »Jüdisches Leben im ländlichen Württemberg« im Freilichtmuseum Beuren widmet sich mittels Außenstationen im Museumsgelände sowie in der Scheuer aus Gärtringen den jüdischen Menschen, die in der Region um das Freilichtmuseum vielfältige Spuren hinterlassen haben. Interaktive Elemente und leicht verständliche Texte bieten für alle Besucherinnen und Besucher unterschiedliche Zugänge. Ausstellung und Begleitprogramm werden im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes »anders. anders? Ausgrenzung und Integration auf dem Land« der sieben Freilichtmuseen von der Baden-Württemberg Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.


Zum Gemeinschaftsprojekt ist ein Begleitband erschienen, der im Freilichtmuseum in Beuren erworben werden kann.

Kontakt und Öffnungszeiten

Freilichtmuseum Beuren, Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur, In den Herbstwiesen, 72660 Beuren, Info-Telefon 07025 91190-90, Telefax 07025 91190-10, info@freilichtmuseum-beuren.dewww.freilichtmuseum-beuren.de

Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren ist in der Saison bis 4. November dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Freilichtmuseum Beuren
In den Herbstwiesen
72660 Beuren
Telefon: +49 (7025) 91190-0
Telefax: +49 (7025) 91190-10
http://www.freilichtmuseum-beuren.de

Ansprechpartner:
Heike Peiker
Sekretariat der Geschäftsstelle des Kreistags/Pressestelle
Telefon: +49 (711) 3902-2032
Fax: +49 (711) 39632-2032
E-Mail: Peiker.Heike@LRA-ES.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.