Ein Regal für Raubgut und Lebensmut, ein gestohlenes Traumland und im Wald leben die Räuber – Fünf E-Books von Freitag bis Freitag zum Sonderpreis

Das ist ein ziemlich krimineller Newsletter – teilweise sogar im wahrsten Sinne des Wortes, kommen doch in drei von insgesamt fünf Deals der Woche, die im E-Book-Shop www.edition-digital.de eine Woche lang (Freitag, 06.04.18 – Freitag, 13.04.01.18) zu jeweils stark reduzierten Preisen zu haben sind, kriminelle Handlungen vor. Aber wie alles Schlechte auch sein Gutes hat – vom Guten des Schlechten spricht der lebenskluge Philosoph –, so lässt Harry Schmidt in seinem packenden Roman „Eulenort“ seinen Helden die Wirren der letzten Tage des zweiten Weltkrieges nutzen, ein sehr wertvolles 17-Bändiges Lexikon an sich zu bringen oder etwas deutlicher formuliert: zu klauen. Das mag auf den ersten Blick verwerflich sein, aber er findet in eben jenem Raubgut etwas heraus, was ihm Kraft für sein wahrlich nicht leichtes Leben gibt in schweren Zeiten. Und für das Glück. Und für die Liebe. Beide haben es in schwierigen Zeiten auch nicht unbedingt leicht. Harry Schmidt hat einen Roman voller Hoffnung geschrieben, welche bekanntlich zuletzt stirbt, ganz zuletzt …

Fast mit der ähnlichen schweren Zeit zwischen Kriegsende und Neubeginn befasst sich auch Siegfried Maaß in „Ich will einen Turm besteigen“ – und zwar einen Lebensüberblicksturm, mit dessen Hilfe man schon vorher wüsste, was kommt. Die nächsten beiden Angebote des aktuellen Newsletters stammen von einunddemselben Autor: Heiner Rank. In seiner Kriminalerzählung „Modell Traumland“ kommt selbiges abhanden. Aber wer war es? Zugleich erlaubt dieser Text zeitgenössische Antworten auf die Frage: Wie war es – damals in der DDR? Ein ganz anderes literarisches Feld beackerte Heiner Rank mit seinen beiden Science-Fiction-Erzählungen „Schöne Bella“ und „Psychoosmose“ – beide weniger kriminell. Oder doch nicht? Richtige Räuber kommen dagegen in dem wie immer bei diesem Schriftsteller auch für Erwachsene geeigneten Kinderbuch „Die Baumräuber. Warum muss ich ein Held sein?“ von Wolf Spillner vor. Sowie ein kleiner Mann und eine große, dicke Frau und eine große Liebe und Mut und auch Angst. Aber lesen Sie am besten selbst. Und damit zurück zum ersten Angebot des aktuellen Newsletters. Oder auch vorwärts zum ersten Angebot des aktuellen Newsletters. Je nachdem …

Gerade erschienen ist bei der EDITION digital sowohl als gedruckte Ausgabe wie auch als E-Book der Roman „Eulenort. Aus dem unglaublichen Leben des Rudi Kleineich oder Glückssuche in einer harten Zeit“ von Harry Schmidt: Rudi Kleineich hat die Blutsucht und einen unbändigen Lebenswillen. Als der Verwalter des Gutes vor der Roten Armee geflohen ist, holt er sich aus dem Schloss ein vielbändiges Lexikon (Ausgabe 1886) und erfährt zum ersten Mal Näheres über seine Krankheit. Er muss nicht so früh sterben wie sein Onkel, bei dem er sich das Imkern abgeguckt hat. Er kann sogar alt werden – auch im „Ort der Eulen“, einem Gutsarbeiterdorf ohne Zeitungen und ohne Strom. Sein Vater – der Sturmpanzerfahrer im ersten großen Krieg – hat einen Traum, den er hartnäckig verfolgt. Er will freier Bauer werden. Das kann Rudi nicht. Doch er versteckt die zwei Schwestern einer Flüchtlingsfamilie vor den Schrecken der Besatzung. Eine heißt Christel. Und scheint ihm von Herzen dankbar zu sein. Hoffnung unter Schmerzen, Glückssuche in einer harten Zeit. – Dem Bluter Rudi Kleineich fehlen Bildung und Informationen; er hat nur seinen kritischen Verstand. Die aufregende Handlung des sehr lesenswerten Romans setzt im Frühjahr 1945 ein und beginnt mit der leicht zweckentfremdeten Verwendung eines damals weit verbreiteten Revolverblattes der übelsten Sorte:


„Jungimker Rudi – das einzige Kind des Leutevogts Emil Kleineich und seiner Frau Ida – nimmt ein Blatt vom Stapel vergilbter „Stürmer“-Zeitungen, faltet es, legt es als Lesezeichen zwischen die Seiten und schiebt den Band drei (von Blattkäfer bis Chimbote) behutsam zurück in die dritte Position des siebzehnbändigen Lexikons. Er streicht mit dem Zeigefinger andächtig über die Buchrücken, goldene Prägung, kostbar schimmernd im Dämmern des Bienenschuppens. Er wird sich ein langes Regal bauen müssen. Er kann sein Raubgut ja nicht jedes Mal wegräumen, wenn er an die Kästen will, auch wenn die meisten zurzeit leer stehen. Den Text, der von der Bluterkrankheit handelt, hat er bereits auf der Rückfahrt vom Schloss studiert. Dazu das Fahrrad mit hoch beladenem Anhänger aus dem Landweg geschoben, der neben den Schienen herläuft. Und die beiden Hunde vor den Büschen am Feldrand postiert. Versteckt hinter Weißdorn mit Blütenschimmer konnte er in Ruhe blättern und lesen. Es blieb jedoch bei dem einen Satz. Im höheren Lebensalter verliere sich die Neigung, schreiben sie. Nur, wann es anfangen soll, dieses höhere Alter, dazu äußern sie sich leider nicht. Mit vierzig Jahren vielleicht oder erst mit fünfzig? (Sein Vater ist achtundvierzig un noch gaut tauwech, wie man so sagt.) – Trotzdem, wenn gelehrte Leute im vergangenen Jahrhundert bereits versicherten, dass man nicht jung sterben muss, dass es eine Hoffnung gibt! Professoren der Medizin bestimmt und nicht solche Schmierfritzen wie die von dem Revolverblatt, das im Kasten hängt. Wo ja – seit Rudi lesen kann – so rumgegeifert, übertrieben und gelogen wird, dass es nicht auszuhalten ist: Die Juden sind unser Unglück, und Bolschewisten haben ein blutiges Messer im Maul. Dieser Fips mit seinen Teufelsfratzen – einfach primitiv! Und auch jetzt nehmen sie nichts zurück. Geben nicht zu, dass alles Lüge war. Dass sie EINGESCHISSEN haben mit ihren Parolen vom Durchhalten und vom Endsieg. Die Schweinebande stellt sich einfach tot.

Ihre letzte Nummer kam Mitte Februar und hängt immer noch im „Stürmer“-Kasten. Rudi schüttelt sich, dass ihm gleich mehrere Strähnen ins Gesicht rutschen. Er hat die schwarzen, widerborstigen Haare seines Vaters geerbt. Und mit seinen 25 Jahren schon eine tiefe Furche zwischen den Brauen. Eine Kerbe, die nicht mehr weggeht. Wer immer strebend sich bemüht! – Ja, er wird sich noch mehr BEMÜHEN. Zäh wie Affenleder und hart wie Kruppstahl – aus eigenem Interesse schon. Daran soll´s bei ihm nicht scheitern, auch wenn sie ihn wie Dreck behandelt haben während der Musterung. Onkel Wilhelm war´s nicht; ist nicht mal vierzig geworden, der arme Mensch. Lag mit Nierenbluten im Bett und wurde zusehends schwächer und verwirrter im Kopf. Ist hier im Haus elend verröchelt, während in den Linden die Käuze schrieen. Unlängst erst. Damals im Januar, als die Wehrmacht in heldenhaften Abwehrkämpfen an der Weichsel stand. Der Onkel war schlechtweg zu weich, zu DÜSIG, nicht beharrlich genug. War genau solch ein Schaf wie sein Alter, der ewige Gehilfe des Schäfermeisters in Wohsien. Wenn der wenigstens einen Krankenwagen besorgt hätte! Stattdessen stand er – garantiert wie´s schlechte Gewissen in Person – vor dem Weißen Haus und traute sich nicht rein. Weil´s ja verboten war, den Herrn Inspektor ungefragt zu behelligen. Ließ sich irgendwann von der Mamsell zurückschicken zu seinen Muttertieren, die gerade am Lammen waren. Wer weiß, wann Inspektor Krüger sich doch noch die Zeit nahm und beim Menschendoktor in Sülze anrief. Jedenfalls war es zu spät. Oma Ur kam kopflos in den Schafstall gerannt. „Uns Willem! Uns Willem antwuurt nich mihr!“ (Unser Wilhelm antwortet nicht mehr!)

Rudi erfuhr es erst zwei Tage später. Er hatte zur gleichen Zeit in seiner Bodenkammer gelegen und geschrien vor Schmerzen. Neben sich einen Eimer mit Essigwasser und mehrere Lappen, über der Stuhllehne ein Handtuch. Schweißnass im Gesicht und am ganzen Oberkörper. Und das trotz der Frostluft, gegen die der eiserne Ofen nicht ankam mit seinem kleinen Feuerraum. Mutter Ida – von allen WEISSE genannt – stahl sich zu den Mahlzeiten die Treppe hoch und brachte ihm Tee und Leberwurststullen. „Ik kann em uk nich helpen“ (Ich kann ihm auch nicht helfen), rief sie jedes Mal nach unten in den kalten, nach Kuhstall dunstenden Flur.

Obwohl dort keiner war, der sie hören konnte. Dass Rudi ebenfalls flachlag, war schon mehr als ein böser Zufall. Er brauchte all seine Kraft, sich zu wehren gegen den Feind, der sich im eigenen Oberschenkel eingegraben hatte. Der dort an den Nervensträngen zog, bis die Gedanken nur noch ein heißer Brei waren. Nachts vermischte sich der Schmerz mit dem Wechselruf der Eulen. Immer wieder ihr gedehntes, so unheilvoll klingendes „Huhuu“. Und als Antwort ein schartig scharfes „Kuwitt – komm mit!“. Beklemmend nahe, die Luft durchschneidend von einem Ende des Dorfes zum anderen. – Eine zusätzliche Quälerei und eine stundenlange Attacke gegen die Vernunft: Bestimmt das ganz normale Balz-Gehabe dieser Vögel! Aber derart früh, im Winter schon? Ende Januar, während der Russe an der Weichsel stand? Rudi musste an die vielen Gefallenen in ihren Schützengräben denken. Musste sich – sobald der Schmerz im Bein es zuließ – wieder und wieder sagen, dass der kleine Kauz den Tod nicht bringen, ihn allenfalls melden könne. Vielleicht hatte der dafür ja ein besonderes Organ, einen siebenten Sinn. Wusste man das so genau? Irgendwann kam Emil Kleineich in die Kammer gepoltert. Stand mit hängenden Affenarmen am Fußende des Bettes. „Dien Unkel is nu uk nich mihr. (Dein Onkel ist nun auch nicht mehr)“ Als Rudi es das erste Mal schafft, sich mit dem Krückstock nach unten zu hangeln, ruht Onkel Wilhelm bereits im Kiefernsarg.

Er blickt durch das angekippte Bienenhausfenster hinaus in den Garten. Die Abendsonne ist längst hinter der Hecke verschwunden, hat nur noch ein paar rötliche Finger zwischen den jungen, erst halb geöffneten Blättern. Im Schatten akkurat bestellte Gemüsebeete. Die Kartoffeln bereits angehäufelt. Der alte Schäfergehilfe betäubt sich mit Arbeit. Ur sagt, sie müsse ihn abends reinholen. Sonst krieche er die Nacht hindurch zwischen seinen Beeten herum.

Ach, Rudi muss das endlich WEGSCHIEBEN, muss das Leben nehmen wie es nun mal ist! Seit Beginn des Krieges hat ihm die Krankheit ja auch Vorteile gebracht: Als einzigen im wehrfähigen Alter haben sie ihn nicht eingezogen. Konnten es wohl nicht. Das gab viel Missgunst, viel dämliches Gerede. Vor allem vom Nachtwächter Donner, der inzwischen den dritten seiner drei Söhne verloren hat. So war das mit der Gerechtigkeit auf Erden. Während die anderen über die Schlachtfelder robbten, dort vertierten und verbluteten (ja VERTIERTEN, das weiß er aus sicherer Quelle), konnte er sich zu Hause mit friedlichen Dingen befassen, sich einen Bienenschauer zusammenbauen. Mit Rohr gedeckt, Klappfenster über der Reihe der Beuten. Genauso einen schmucken Schuppen, wie der Onkel ihn hatte. Und sich dabei noch allerhand Finessen abgucken bei ihm. Und damit auch noch gutes Geld verdienen. Jedenfalls mehr als sein Vater gelöhnt bekommt. Der ja Leutevogt ist, also im Dorfzwischen den Parteien steht und dauernd Ärger hat.“

Erstmals 1974 war im Verlag Neues Leben Berlin die Druckausgabe des Buches „Ich will einen Turm besteigen“ von Siegfried Maaß erschienen: Es müsste einen Turm geben, von dem aus man sein ganzes Leben überblicken kann – jenes, das bereits hinter einem liegt mit allen Glücksmomenten ebenso wie mit den Unbilden des Schicksals. Aber auch den bevorstehenden Lebensabschnitt, der sich Zukunft nennt. Das wünscht sich Günter, der als Kind von seiner Mutter verlassen wird. In der Familie seines Freundes Peter findet er Aufnahme, so dass beide sich wie Brüder fühlen. Von jenem Turm aus könnte er dann rechtzeitig die „Zopfliese“ erkennen, die eines Tages in sein Leben tritt und die Freundschaft beider Jungen erschüttert. Oder in weiterer Ferne das Mädchen Inge, das seinen Platz an Günters Seite sucht. Auch den wissbegierigen „Grübel“ und den einflussreichen Mann „Biber“ würde er vorzeitig wahrnehmen, und sich auf sie einrichten können. Er ahnt nicht, dass sie einmal sein Leben beeinflussen werden. Weil die Zukunft jedoch nicht von einem Turm aus sichtbar ist, muss der Heranwachsende unvorbereitet alle Konflikte lösen, die sich ihm in der schweren Zeit zwischen Kriegsende und Neubeginn aufdrängen. Und so nehmen das Buch und die Konflikte ihren Anfang:

„1. Kapitel, in dem der Held seinen Vater bekommt, die Benzingase eines Autos schluckt und mit einem dauerhaften Erbe ausgestattet wird

Ich erinnere mich genau an den Tag, als ich, ein Junge von fast zehn Jahren, neben einem befrackten Hochzeitskutscher auf dem Bock saß, eingezwängt in Weste und Hose, in denen ich mich nicht bewegen konnte, ohne ein Reißen in den Nähten zu verursachen. Ich betrat als erster das Portal der St.-Marien-Kirche und sah staunend die Frau in Kranz und Schleier aus der Kutsche steigen, die mich in ihrer merkwürdigen Aufmachung vergessen machte, dass sie meine Mutter war. Ein schwarz gekleideter Mann hielt ihr beim Aussteigen die Hand. Er wäre mein Vater, hieß es, und ich wusste gar nicht, wie es ist, mit einem Vater zu leben.

Von Neugier und Furcht geplagt, erwartete ich die kommenden Tage, denn die Erfahrungen meiner Mitschüler mit ihren Vätern waren zwiespältig. Als ich schon ein wenig verständiger geworden war, erfuhr ich, dass meine Mutter in diesem ersten Nachkriegsjahr einen Mann auf der Straße verfolgt hatte, weil sie in ihm dem Vater ihres Kindes, meinem Vater, wiederbegegnet war. Jakob Nentwig stammte aus Bernau, und in der Nähe dieser Stadt war meine Mutter Nachrichtenschreiberin gewesen.

Als sie nun diesem Mann in unserer Stadt nachgelaufen war, sagte sie eines Abends: „Du bekommst einen Vater, deinen eigenen sogar, und er wird dich adoptieren, wenn er erst mein richtiger Mann ist.“ Ich wusste, adoptieren heißt auf einen anderen Namen hören, aber ich begriff nicht, warum mich mein richtiger Vater adoptieren musste, und ich verstand nicht, warum ich plötzlich Nentwig und nicht mehr Apelt heißen sollte. Aber ich war froh, nun einen Namen in der Mitte des Alphabets zu bekommen, denn als Apelt kam ich in der Schule dauernd dran. Immer wieder hieß es: Nach dem Alphabet bitte! Die Tafel säubern, Kreide holen, Papier aufsammeln. Auch die Ausgabe der Zeugnisse und Klassenarbeiten wurde mit meinem Namen begonnen. „Krähe“, unser Lehrer, machte sich einen Spaß daraus zu sagen: „Von Apelt bis Zeising erlogen!“ Peter Zeising war mein einziger Freund; wir stifteten damals manchen Unsinn an und kam uns Krähe auf die Spur, logen wir, solange es ging. Am Ende kamen fünf Seiten Strafarbeit heraus und die Bemerkung: „Von A bis Z erlogen, alles, was ihr sagt!“

Nach der Hochzeit meiner Eltern weihte ich meine Mitschüler in einen Plan ein: Wenn Krähe die nächsten Klassenarbeiten zurückgab, würde sich kein Apelt melden, Apelt würde tot sein, begraben. Es gab nur noch einen Günter Nentwig, der einen Vater hatte, und dieser konnte mal ein Wort reden mit Herrn Krähe, wenn der es zu weit trieb mit dem bisher Vaterlosen.

An einem schneereichen Wintermorgen war es so weit. In einen flauschigen Paletot gehüllt und Schal und Pulswärmer tragend, stand Krähe, wie er immer stand: die weit auseinandergewinkelten Arme aufs Palt gestemmt, die Nickelbrille in die Stirn geschoben, vor sich das Klassenbuch, das wir die Bibel nannten. In dieser Pose eines um seine Gemeinde besorgten Gottesknechtes begann er die Zensurenverkündung der Klassenarbeit zu zelebrieren. Indem er das oberste Heft vom Stapel nahm, sagte er gewohnheitsmäßig: „Apelt, du taube Nuss, komm vor!“ Schweigen. Auf der letzten Bank unterdrückte einer das Lachen.

„Apelt, soll ich dir dein Ungenügend vielleicht auf einem Tablett servieren?“ Mein Freund Zeising war es, der sagte: „Wir haben keinen Apelt in der Klasse.“ „Schwätzer!“, sagte Krähe und kam von seinem Pult herunter auf mich zu. „Steh auf, du!“, befahl er, und als ich zweifelnd fragte: „Ich?“, fauchte er: „Wer sonst, wer heißt hier noch Apelt?“

Ich sah mich um, zuckte die Schulter und sagte: „Keiner heißt so, ich jedenfalls kenne keinen.“

„Schwätzer!“, sagte Krähe wieder, doch ich bemerkte ein Zögern. Unsicherheit ließ ihn zurückgehen zum Pult und einen langen Blick auf den Namen werfen, der auf dem obersten Heft stand. „Wer ist Nentwig?“, fragte er, blass und hilflos, denn ich hatte vor Beginn der Stunde ein sauberes Etikett auf mein Heft geklebt, das meinen neuen Namen trug.

Neugierige Blicke richteten sich nach der Hochzeit meiner Eltern auf mich. Einmal hörte ich einen sagen: „Nazibengel!“ Andere aus unserer Straße, die mich und meine Mutter bisher nicht beachtet hatten, setzten plötzlich freundliche Gesichter auf, wenn sie uns sahen, und einige kamen und steckten uns heimlich etwas zu: einen Korb Kartoffeln, einen Eimer Kohlen oder ein Paar Schuhe für mich.

Warum die einen so freundlich, die anderen so gemein waren, erfuhr ich, als wir einmal Fußball gegen die Mannschaft einer anderen Klasse spielten. Für mich währte das Spiel nur einige Minuten, denn von den anderen sowie von einigen der eigenen Mannschaft wurde ich bald unsanft gelegt. So am Boden liegend, tief atmend und mich mit Händen und Füßen wehrend, sah ich über mir Gesichter, verzerrt, höhnisch, mit weit geöffneten Mündern, aus denen die Zähne mich anblitzten wie die von Wölfen. „Nazibengel!“ hörte ich und „Judenschreck!“ sagte eine andere Stimme, und dann traten abermals ihre Füße in Aktion.

Plötzlich war es über mir wieder hell, und ich konnte den Himmel sehen, denn die Gesichter waren fort. Die lagen nun selbst im Dreck, denn diejenigen, die „Nazibengel!“ gerufen hatten, wurden massakriert von Peter und anderen.

„Warum rufen sie mich so?“, fragte ich Peter, als wir nach Hause gingen. Er fasste mich am Arm, blickte sich um und sagte ungläubig: „Du weißt es wirklich nicht?“ Und als ich den Kopf schüttelte, sagte er, mein Vater sei ein bekannter Nazi gewesen, in unserer Stadt gäbe es einen, der es genau wüsste, weil er meinen Vater aus dieser Zeit kenne. Wie ein Lauffeuer habe sich das Wissen von meines Vaters Vergangenheit in der Stadt verbreitet.

„Aber warum“, fragte ich, „beschimpfen sie mich?“

Peter, der es auch nicht wusste, fragte seinen Vater, der seit Kriegsende als Bürgermeister in dem historischen Rathaus arbeitete und wohnte. Peters Vater sagte, alle, die mich beschimpft hätten, seien Kinder, deren Väter nicht aus dem Krieg heimkehren würden oder die noch heute in Russland in Gefangenschaft wären. Mein Vater sei zurückgekehrt, das mache die anderen neidisch.

Ich fand, sie hatten keinen Grund, auf meinen Vater neidisch zu sein, aber das konnten sie nicht beurteilen, denn ließ sich mein Vater mit mir auf der Straße sehen, war er der beste Mensch. Einmal holte er mich von der Schule ab, und ich hatte ihn noch gar nicht bemerkt, als ich einen sagen hörte: „Sieh mal, Nentwig sein Vater!“

Und ein anderer sagte: „Was der für’n schönes Fahrrad hat!“ Da erst sah ich ihn. Mein Vater lehnte an einem Baum und ich bemerkte, dass er einen in der Krone hatte, aber er hatte auch ein froschgrünes Fahrrad, das ganz neu aussah und das mich neugierig machte.

„Deins“, sagte mein Vater, und er drückte sich mit dem Rücken vom Baum ab. „Deins“, wiederholte er und schob mir das froschgrüne Rad vor den Bauch. Ich ergriff es am Sattel und sah stolz um mich. Alle aus meiner Klasse standen dabei, und einer rief: „So’n Vater haben, Mensch, was’n Dusel!“

Aber sie wussten nicht, wie er zu Hause war.

„Komm“, sagte mein Vater nun, „probier es aus.“ Ich schwang mich aufs Rad. Alle, die herumstanden, wichen zurück, einen Kreis zu bilden, rund wie eine Manege. Und als ich darin entlang fuhr, stehend, denn meine Beine waren zu kurz, war ich stolz und kam mir dennoch wie ein Clown vor, der zum Ergötzen der anderen seine Nummer abzog. Jeder wollte eine Runde fahren, und mein Vater teilte mit großspurigen Gesten die Reihenfolge ein.

„Woher hast du es?“, wollte ich zu Hause wissen, und auch meine Mutter fragte es, aber mein Vater lächelte und schwieg. Was nutzt ein Fahrrad, wenn man darauf nicht fahren darf? Schon am anderen Tage verprügelte mich mein Vater, weil ich es ohne seine Genehmigung aus dem Schuppen geholt hatte, aber jedes Mal, wenn ich fragte, lehnte er ab.

Eines Tages kam ich früher als sonst aus der Schule und schlich unbemerkt in den Geräteschuppen. Leere und Dunkelheit nisteten darin, und die Ratten pfiffen in ihren Löchern. Das froschgrüne Fahrrad war weg.

Am Abend kam mein Vater betrunken heim, er trug einen Rucksack, in dem Flaschen klirrten. Da wusste ich, wo das Rad geblieben war, denn schon einmal war er mit Schnapsflaschen nach Hause gekommen, und er hatte für Mutters große Standuhr Mehl und Kartoffeln eintauschen sollen.

Meine Mutter schien nichts zu ahnen und fragte nach dem Rucksackinhalt. Mein Vater zog die Stiefel aus und schwieg. Da wurde auch Mutter stutzig, sie verfärbte sich und warf das Nähzeug aus der Hand. Als sie den Rucksack erreichte, schleuderte sie mein Vater mit einem Fußtritt weg. Mutter raffte sich auf, sie weinte nicht, schaute meinen Vater nur ungläubig an. Sie ging erneut zum Rucksack, diesmal auf die Bewegungen meines Vaters achtend. Der ließ sie erst gewähren, als sie jedoch die Flaschen entdeckte, eine hervorzog und in ihrem Zorn gegen meinen Vater erhob, schlug er ihr ins Gesicht. Die Flasche fiel und zerschellte. Ich war zu meiner Mutter gesprungen, um sie zu schützen. Mein Vater kroch winselnd am Boden entlang und schleckte den Schnaps auf, der sich in Rinnsalen unter den Tisch und die Stühle ergossen hatte.

Später saßen Mutter und ich im Schlafzimmer. „Das Gift“, sagte sie, „er wird sich noch die Blindheit ansaufen.“ Ich verstand sie nicht. Beruhigend strich ich über ihr Haar. Wir warteten ängstlich darauf, dass mein Vater die von uns verschlossene Tür sprengen und Mutter von Neuem misshandeln würde. Aber er war müde geworden, wir fanden ihn schnarchend auf meinem Bett, als wir den Mut aufbrachten, unser selbst gewähltes Gefängnis zu verlassen.

Schon damals wusste ich, dass der Sinn einer Hochzeit nicht darin besteht, eine Frau, die vordem lachen konnte, zum Weinen zu bringen. Aber wenn mein Vater etwas verstand, dann war es dies: Er konnte das Gesicht meiner Mutter böse machen und ihre Augen tränenreich.

Einmal erwachte ich, weil, wie ich glaubte, eine Detonation unser Haus erschüttert habe. Meine Mutter schrie, und irgendwo klirrten Fensterscheiben, während die laute Stimme meines Vaters alles übertönte. Als ich die Tür meiner Kammer aufriss, hangelte eine Schattenfigur zum Wohnzimmerfenster herein, es war mein Vater, der rief: „Ich schmeiß euch raus!“´

Zum erstem Mal 1970 konnten die Leser des Heftes 121 der zu DDR-Zeiten beliebten Blaulicht-Reihe des Verlages Das Neue Berlin Bekanntschaft mit der Kriminalerzählung „Modell Traumland“ von Heiner Rank schließen: Die Direktorin des Einrichtungshauses in einer DDR-Bezirksstadt ist verzweifelt. Eine komplette Wohnungseinrichtung im Wert von rund zwölftausend Mark, Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer, ist verschwunden. Das kann man doch nicht einfach aus dem Lager nehmen und am Pförtner vorbei aus dem Betriebsgelände bringen. Schließlich schaltet sie die Kriminalpolizei ein. Die Befragungen der vorbestraften Betriebsangehörigen bringen keine Ergebnisse. Aber da war doch die Frau, die die Verkäuferin beschimpft hatte, weil ihre Nachbarin das neue Schlafzimmermodell „Traumland“ sofort bekommen hat, sie aber mehrere Monate warten soll. Das kann doch nur mit Bestechung möglich sein, so die Vermutung der wütenden Kundin. Eine akribische Suche nach dieser Frau beginnt. Ein spannender Krimi aus der beliebten Blaulicht-Reihe von 1970, der einen interessanten Einblick in die Arbeits- und Lebenswelt in der DDR gibt. Damals scheint es übrigens noch nicht so wichtig gewesen zu sein, ausdrücklich weibliche Berufs- und Funktionsbezeichnungen zu verwenden. Schriebe Heiner Rank sonst Direktor Sibylle Jonas und nicht Direktorin Sibylle Jonas:

„1. Kapitel
Direktor Sibylle Jonas hatte Sorgen, sehr ernste Sorgen sogar. Seitdem sie etwa vor zwei Jahren die Leitung des „Einrichtungshauses Freundschaft“ übernommen hatte, war — von kleinen Schwierigkeiten selbstverständlich abgesehen — alles gut gelaufen. Und nun plötzlich dieser Rückschlag. Innerhalb des letzten Monats ein Manko von mehr als fünfzehntausend Mark. Das war das Dreifache der Durchschnittssumme. Es konnte einfach nicht mit rechten Dingen zugehen.

Auch in einem Möbelkaufhaus gab es natürlich Verluste. Es gab Transport- und Vorführschäden, es gab Bruch, bei dem sich der Schuldige nicht feststellen ließ, doch der Anteil der Diebstähle war im Vergleich zu anderen Bereichen des Handels gering. Selbstbedienung hatten sie nur in den Abteilungen für Kurzwaren, Dekorations- und Elektroartikel, und dass sich jemand einen Sessel auf den Rücken lud und sich damit, ohne zu zahlen, aus dem Staube machte, war in ihrem Haus noch nicht vorgekommen.

Und dennoch stand sie vor der Tatsache, dass eine ganze Wohnungseinrichtung im Wert von rund zwölftausend Mark verschwunden war. Es handelte sich um ein Wohnzimmer mit variabler Schrankwand und lederner Couch-Sessel-Garnitur vom Typ Annabell, eine Küche Perfekta II mit eingebautem Kühlschrank und kombiniertem Koch-Back-Grill-Herd und schließlich ein komplettes Schlafzimmer in weißgoldenem Schleiflack, Modell Traumland. Von allem das Modernste und Teuerste, das sie zu bieten hatten.

Direktor Jonas schüttelte ärgerlich den Kopf, zog die Stirn in Falten und begann mit dem Daumen die Nase zu reiben. Es war eine Angewohnheit, um derentwillen sie schon viel spöttische Kritik von ihrem Eheliebsten hatte einstecken müssen, die ihr aber doch immer wieder unterlief, wenn sie in einer schwierigen Situation war. Ihr Blick irrte ab von den Papieren auf dem Schreibtisch. Sie sah hinaus durch das Bürofenster auf das Gewirr der Giebel und der dicht gedrängten rotbraunen Dächer der Stadt. In der Ferne ragte das halbe Dutzend neuer Hochhäuser auf, ohne die eine Bezirksstadt keine Bezirksstadt ist. Zwei Dutzend weiterer befanden sich im Bau; die langfingrigen stählernen Montagekräne schienen sich lautlos zu drehen, schwenkten ganze Zimmerwände durch die Luft und blitzten spielerisch mit den Scheiben der Kabinenfenster.

Bläuliche Dunstschleier ließen den Horizont verschwimmen, und in der milden Luft kreisten unaufhörlich die Taubenschwärme, als wollten sie die letzten sonnigen Spätsommertage in vollen Zügen genießen. Sibylle Jonas in ihrem schwenkbaren Schreibtischsessel nahm von alledem nichts wahr. Sie starrte in den blassblauen Himmel, suchte nach einer Erklärung für die verschwundene Wohnungseinrichtung im Wert von zwölftausend Mark und sträubte sich, zur Kenntnis zu nehmen, was — wie sich der Hauptbuchhalter ausgedrückt hatte — bei leidenschaftsloser Überlegung auf der Hand lag: Unter ihren einhundertzwanzig Mitarbeitern verbargen sich ein paar freche, ja ausgekochte Diebe.

Gegen alle Vernunft hoffte sie noch immer, die Sache möge sich als ein Buchungsfehler oder ein Irrtum in der Lagerkartei herausstellen, obwohl diese Möglichkeit nach zweitägiger gründlicher Prüfung durch die Kontrollabteilung ausgeschlossen worden war. Doch um so dringlicher war es, den Vorfall aufzuklären, ehe vielleicht noch weitere Verluste entstanden. Und da sie aus eigener Kraft offensichtlich keine Lösung fand, war ihr nichts weiter geblieben, als bei der gestrigen Dienstbesprechung schweren Herzens vorzuschlagen, die Kriminalpolizei um Hilfe zu bitten.

Sie sah auf die Uhr. Es war kurz vor zehn. Jeden Augenblick musste der Genosse erscheinen, den man ihr für die Untersuchung des Falles angekündigt hatte. Sie griff nach der kupfernen Dose, zündete sich eine Zigarette an und blies den Rauch weit von sich.

Ausgerechnet jetzt musste ihr so etwas passieren. Der Tag der Republik stand vor der Tür, es waren Vorbereitungen für die Betriebsfeier zu treffen, eine Rede war auszuarbeiten und der Rechenschaftsbericht. Wie sollte sie den Kollegen diese riesenhafte Inventurdifferenz erklären? Wie sollte sie sich verantworten, da sie doch selbst keine Erklärung hatte? Man konnte sich schlecht auf das Walten unbekannter Mächte berufen, und schon unter gar keinen Umständen war es möglich, die Sache einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Der Direktor war für die innere und äußere Sicherheit seines Hauses verantwortlich, daran ließ sich nicht rütteln. Also musste man die Wahrheit sagen, mochte sie auch noch so blamabel sein. Es war eine verteufelte Situation.

Wo nur der Kriminalist blieb? Sie sah seiner Untersuchungsarbeit mit Befürchtung, aber auch immer noch mit einem Fünkchen Hoffnung entgegen. Vielleicht würde er eine Lösung finden, die es ihr erlaubte, auch in Zukunft von ihrer Leitungstätigkeit! und von allen ihren Mitarbeitern nur das Beste zu denken.

Das Telefon summte. Na endlich, da war er. Sie nahm den Hörer ab. Die empörte Stimme Fräulein Biesels, ihrer Sekretärin, schlug ihr entgegen. Sie versuchte zu erklären, dass sie trotz der Anweisung nicht zu stören, außerstande sei, den Kollegen Schmidt von der BGL am weiteren Vordringen zu hindern.

Es klopfte, die Tür wurde aufgestoßen, und ein älterer, untersetzter Mann mit buschigen Brauen und einem bärbeißigen Gesichtsausdruck trat ins Zimmer. Er schob eine widerstrebende, etwa vierzigjährige Frau vor sich her, drohte noch einmal temperamentvoll zurück ins Vorzimmer und schlug die Tür zu.

„Musst schon entschuldigen, Sibylle, ich wusste mir keinen Rat mehr. Sprich du mal mit ihr. Die Sophie will den Krempel hinschmeißen und ihr Kollektiv einfach im Stich lassen. Aber bei mir nicht! So ohne Weiteres kommt sie nicht davon, wo wir schon nicht wissen, wo wir die Verkäuferinnen hernehmen sollen. Ich dachte mir, in einem Gespräch von Frau zu Frau, da ist vielleicht noch was drin. Von dir hält sie nämlich ’ne Menge.“

Sibylle Jonas sandte einen stillen Seufzer zur Zimmerdecke und erhob sich. Im Stehen wirkte sie noch jünger und zierlicher als hinter dem schweren Schreibtisch. Der flaschengrüne Hosenanzug und das lockere rötliche Haar gaben ihr so viel jugendlichen Schwung, dass kein Mensch auf den Gedanken gekommen wäre, sie auf die zweite Hälfte der Vierzig zu schätzen, wie es den Angaben in ihrem Personalausweis entsprach, sondern allenfalls auf Ende der Dreißig.

„Bitte, setzen Sie sich doch, Kollegin Lindner“, sagte sie freundlich und führte die Frau zu einem Sessel.

„Danke, vielen Dank, ich möchte wirklich nicht stören. Fräulein Biesel sagte, Sie erwarten einen Besucher.“ Frau Lindner hatte Tränenspuren in den Augen und ein gerötetes Gesicht. Ihre Hand umkrampfte ein zusammengeknülltes feuchtes Taschentuch.

BGL-Schmidt trat heran und drückte sie energisch in den Sessel. „Nun mal los, Sophie, immer frisch von der Leber weg. Wenn ich dich dabei störe, warte ich so lange draußen.“

Frau Lindner schüttelte den Kopf und zerrte nervös an ihrem Taschentuch.

„Sie sind doch eine unserer besten Verkäuferinnen, Kollegin Lindner“, sagte Sibylle. „Erst kürzlich hörte ich wieder, dass Ihnen die Arbeit Freude macht. Warum wollen Sie jetzt so plötzlich weggehen?"
„Das ist es ja eben, die Arbeit macht mir keine Freude mehr. Ich halte es einfach nicht mehr aus.“
„Was halten Sie nicht mehr aus?“´

Der Verlag Neues Leben Berlin war Anfang der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts der Publikationsort für den erstmaligen Druck von zwei Science-Fiction-Erzählungen von Heiner Rank.

Schöne Bella“ erschien erstmals 1981: Bellas Chef Skiff ist ein Genie. Es war ihm gelungen, durch gezielte Manipulationen ihres genetischen Bauplanes aus einer lebenden Sumpfschnepfe einen Ochsenfrosch zu machen. Er hat Bella einen Heiratsantrag gemacht, aber sie liebt einen anderen. Als dieser von einem Flugeinsatz nach Hause kam, fand er statt Bella eine ausgewachsene Tigerin in seiner Wohnung. Ein Betriebsunfall in Skiffs Institut, erklärte ihm die Bella-Tigerin.

Psychoosmose“ erschien erstmals 1985: Karpinski war tot. Er hatte zu lebhaft über seine verrückte Auffassung von Seelenwanderung gestritten und dabei vergessen, den Steuerknüppel des Hubschraubers festzuhalten. Doch nun diskutiert ein Hund weiter, im Tonfall und mit den Argumenten Karpinskis.

Als Entscheidungshilfe, womit wir beginnen sollten, schauen wir kurz auf die schöne Bella, die der Ich-Erzähler im Zusammenhang mit einem zu DDR-Zeiten durchaus tragisch zu nennenden Zwischenfall kennengelernt hatte:

„Von See wehte eine leichte Brise. Kein Wölkchen zeigte sich am Himmel. Ich hatte dienstfrei, lag auf der Dachterrasse in der Sonne und dachte an Bella.

Bella war die wunderbarste Frau der Welt. Im Sommer vor zwei Jahren hatte ich sie kennengelernt, in einem Kaufhaus, als ihr ein Beutel Apfelsinen gerissen war. Ich hatte geholfen, die Früchte aufzulesen, und dabei hatten wir uns tief in die Augen geschaut. Ein paar Tage später war sie bei mir eingezogen.

Von Tag zu Tag liebte ich sie mehr. Zu Anfang war es ihre Schönheit, ihre natürliche Sinnlichkeit, die mich bezaubert hatten. Dann entdeckte ich, dass sie Verstand und Geschmack besaß und dass es kaum einen Mann gab, der sich der Wirkung ihrer Persönlichkeit entziehen konnte. Erstaunlicherweise schien sie es gar nicht zu bemerken, jedenfalls machte sie nicht den geringsten Versuch, mich mit der zahlreichen Konkurrenz unter Druck zu setzen. Diese Haltung war mir neu. Sie verwirrte mich. Ich suchte den Trick, der dahintersteckte. Endlich begriff ich, dass es keinen Trick gab. Dass Bella es gar nicht nötig hatte, die üblichen Mittel der weiblichen Selbstbehauptung auszuspielen.

Der Wind begann aufzufrischen, auf der Terrasse wurde es kühl. Ich ging ins Bad, duschte und zog mich an. Ich stellte Sonnenöl und Hautcreme in den Toilettenschrank und hängte das Badetuch zum Trocknen auf. Ein fremdartiger Geruch geriet mir in die Nase. Er war nicht unangenehm, ein wenig streng vielleicht, animalisch-sinnlich, mit einer kleinen süßlichen Beimischung. Ich versuchte festzustellen, woher er kam, konnte aber den Ursprung nicht entdecken. Es war ein ganz eigentümlicher, mir völlig unbekannter Geruch. Ich nahm mir vor, Bella danach zu fragen, wenn sie nach Hause kam.

Aus der Kühlbar holte ich mir ein Bier, setzte mich vor den Fernseher. Gitarren und hüftenschwingende Hawaiimädchen. Gerade als ich anfing, mich ernstlich zu langweilen, hörte ich Bellas Schritte im Flur.

Ich lief ihr entgegen. Wir fielen uns in die Arme. Wie immer brachte mich die Berührung mit ihr um den Verstand. Ich hatte nur den einen Wunsch, sie auf die Arme zu nehmen und ins Bett zu tragen.

Sie ließ es nicht dazu kommen. „Genug geküsst“, sagte sie, schob mich sanft von sich, warf Hut und Handschuhe auf die Garderobe und wickelte ein in Seidenpapier gehülltes Päckchen aus.

Eine Orchideenrispe. Es waren etwa zwanzig goldbraune Blüten, am Rande und im Kelch weiß gefleckt. Ich konnte Orchideen nicht leiden. Ich hasste sie geradezu, wenn sie von Skiff kamen. Skiff war Bellas Chef. Alle Welt hielt ihn für eine Zierde der Wissenschaft. Vor einigen Jahren war es ihm gelungen, aus einer lebenden Sumpfschnepfe durch gezielte Manipulationen ihres genetischen Bauplans einen Ochsenfrosch zu machen. Er hatte dafür den Nobelpreis bekommen und schwebte seitdem über den Wolken. Seine Beziehungen reichten bis in die höchsten Kreise. Man hatte sein Institut in eine Festung verwandelt. Geld spielte keine Rolle.

Was mich betraf, so konnte ich Bellas Bewunderung für diese „epochale Leistung“ nicht recht teilen. Mir wurde ein wenig unheimlich bei dem Gedanken, wohin seine genetischen Etüden eines Tages führen könnten. Bella hatte die Orchideen in eine Vase gestellt. „Komm“, sagte sie, „machen wir uns was zu trinken.“

Ich folgte ihr widerstrebend. Meine gute Laune hatte sich verflüchtigt. Bella mixte zwei Gläser Dupont mit Eis und Mineralwasser. Wir setzten uns auf die Terrasse. Ich stellte das Glas neben meinen Sessel und starrte hinaus auf den wogenden Atlantik.

Bella wandte sich zu mir und suchte meinen Blick. „Was ist denn?“

Ich rümpfte die Nase.
„Sprich über deine Sorgen.“
„Du lässt dir von Skiff Blumen schenken. Schon zum dritten Mal.“
„Du weißt, er züchtet sie selbst. Ich kann sie nicht ablehnen, ohne ihn zu kränken.“
„Er stellt dir nach. Oder willst du mir erzählen, du hättest es nicht bemerkt?“
„Er ist nicht der Erste, der mir nachstellt. Ich kann es nicht ändern, also muss ich mich damit abfinden.“
„Kein Grund, ihn auch noch zu ermutigen.“
Sie lachte. „Ich habe ihn niemals ermutigt.“
„Wie soll man es nennen, wenn du seine blöden Orchideen annimmst?“
„Soll ich unser Arbeitsklima verderben wegen so einer Lappalie?“
„Es ist keine Lappalie. Der Mensch liebt dich.“
„Er kann gar nicht lieben. Was er Liebe nennt, ist allenfalls der Ehrgeiz, leistungsfähigen Nachwuchs zu züchten.“
„Woher weißt du?“
„Er hat mir einen Heiratsantrag gemacht.“
Ich sprang auf. „Was? Wann war das?“
„Vor ein paar Wochen.“
„Warum hast du mir nichts davon gesagt?“
„Es schien mir nicht der Rede wert. Ich bekomme öfter einen Antrag. Wir haben uns doch genug über diesen Unfug unterhalten.“
„Was hast du ihm geantwortet?“
„Ich habe sein Ansinnen abgelehnt.“
„Das war alles?“
„Ich habe ihm gesagt, dass ich dich liebe. Dich und keinen anderen. Ich habe ihm gesagt, dass er bei mir niemals Erfolg haben wird. Niemals.“
„Wie hat er es aufgenommen?“
„Er ist kein Dummkopf. Er hat es mit Fassung getragen.“
„Vielleicht solltest du dir einen anderen Arbeitsplatz suchen.“

Bella kam zu mir, legte die Arme um meine Schultern und küsste mich auf die Stirn. „Skiff ist ein Neutrum“, sagte sie. „Er ist so unfähig, ein Gefühl zu entwickeln, wie ein Destillierapparat. Selbst wenn ich wollte, ich könnte wirklich nichts für ihn empfinden. Außer Respekt natürlich vor seiner wissenschaftlichen Leistung. — Weitere Fragen?“

Ich schüttelte den Kopf. Ihre warmen Lippen berührten die meinen. Ein Schauer von Wohlbehagen durchrieselte meinen Körper. Ich zog sie fest an mich.“

Ebenfalls Anfang der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, genauer gesagt 1982, legte Wolf Spillner im Kinderbuchverlag Berlin erstmals „Die Baumräuber. Warum muss ich ein Held sein?“, in dem er eine interessante und durchaus subversive Sprengkraft aufweisende Frage diskutiert oder zumindest anregt zu diskutieren: Ein Jäger wohnte mit seiner Frau allein am Waldrand. Er war sehr mutig und schoss Bären, Wölfe und Wildschweine. Nur vor den Räubern, die mitten im Walde in einem riesengroßen Baum hausten, hatte er wie alle anderen große Angst. Doch eines Tages verfolgte er ein besonders großes Wildschwein und gelangte dabei zum Lager der Räuber. Zum Glück waren diese betrunken und schliefen ihren Rausch aus. Nur der kleine Jäger, der noch ein Kind war und keinen Alkohol trinken durfte, wachte und schlug Alarm. Vor Schreck gab der Jäger einen Schuss ab, der den Hut des kleinen Räubers traf. Kein Räuber durfte seinen Hut abnehmen und das schon seit vielen Jahren. Ihr könnt euch denken, dass die Räuber weder Seife noch Kamm kannten. Aber nun gab es zwei Löcher in dem Hut des kleinen Räubers, durch die die Meise zu ihren Jungen fliegen konnte, die auf dem Kopf des kleinen Räubers ein Nest besaßen. Lassen Sie uns aber erst mal die Hauptpersonen kennenlernen. Wolf Spillner stellt sie wie es sich gehört gleich zu Beginn seines Buches vor:

„Die Baumräuber
Vor Zeiten lebten ein Mann und eine Frau am Rande eines wilden, tiefen Waldes. Dort hatten sie ein Sonnenblumenfeld und einen kleinen Acker. Darauf wuchs das Korn für ihr Brot, und um ihre Hütte liefen elf goldfarbene Hühner und ein Hahn.

Der Mann war ziemlich klein. Seine Frau hingegen war groß und dick. Der kleine Mann liebte seine Frau sehr. Sie konnte so gut kochen und braten. Deshalb war er ein Jäger geworden. Er besaß eine lange Flinte und war im weiten Land als trefflicher Schütze berühmt. Weder vor Wölfen noch vor Bären, die in dem tiefen Walde hausten, fürchtete er sich. Die Fleischtöpfe in seiner Hütte wurden nie leer, und seine große Frau konnte dicker und dicker werden. Am liebsten kochte sie Suppen. Sie verstand sich auf Hirschsuppe und Rehsuppe, auf Auerhuhnsuppe und auf Waldschnepfensuppe. Sie hätte gern einmal Löwensuppe gekocht. Aber Löwen gab es in ihrem Walde nicht.

Eines Tages bereitete die Frau eine Suppe aus Bärentatzen. Sie füllte die Essschüsseln bis zum Rand. „Das ist eine gute Suppe“, sagte sie zu ihrem Mann. „Sie macht stark und mutig! Mit Bärentatzensuppe im Bauch könntest du gar die Räuber besiegen, dann wärest du ein richtiger Held!“

Der kleine Jäger schüttelte den Kopf. Er sah bekümmert in seinen Napf mit Bärentatzensuppe. „Es reicht mir, mit Wölfen und Bären zu kämpfen. Das ist schwer genug! Warum muss ich ein Held sein? Genügt es nicht, dass ich ein Jäger bin und wir satt zu essen haben?“
„Nein“, sagte seine große Frau, „das genügt mir nicht!“

Da sagte der Jäger nichts mehr und aß seine Suppe. Aber er dachte bei sich, dass er niemals die Räuber treffen wollte. Sie hausten auf den Bäumen im Wald wie wilde Tiere. Von den Ästen stürzten sie sich auf Postkutschen und Lastfuhrwerke, um sie zu plündern. Sie wuschen sich nie, und ihre Haare wucherten lang und zottig unter spitzen Hüten hervor. Die waren einmal grün gewesen. Nur der Hut des Räuberhauptmanns nicht. Der war rot. Aber nach den Jahren unter Sonne, Wind und Regen war da kaum noch ein Unterschied, und alle Räuber glichen mit ihren Hüten großen Stinkpilzen. Sie sahen fürchterlich aus. Wenn sie johlend von den Bäumen sprangen, rannten die Pferdelenker und die Reisenden schreiend davon und aus dem Wald heraus. In Dörfern und Städten meldeten sie bleich und schlotternd vor Angst die schrecklichsten Dinge über die Baumräuber, und Furcht verbreitete sich im Lande. So brauchten die Räuber niemals zu kämpfen. Ihre Pistolen waren längst verrostet, und die Säbel, mit denen sie fuchtelten, die waren stumpf. Aber das wusste niemand. Und keinem war bekannt, wo die Räuber hausten.

Die Räuber lebten im dichtesten Wald, noch hinter dem Moor und dem Sumpf, in einem uralten Eichenbaum. Meist schliefen sie in seinen Zweigen. Sie hatten sich Nester gebaut, ließen sich vom Wind schaukeln und erfreuten sich am Sonnenschein. Nur bei Sturm oder Regen und Kälte verkrochen sie sich in dem hohlen Eichenstamm. Der war so groß wie ein kleines Haus. Sechs Räuber wohnten im Eichenbaum und ein Räuberhauptmann. Sie waren allesamt sehr faul. Der Räuberhauptmann war der Faulste. Er konnte noch länger schlafen als die anderen Räuber. Schlafen war ihre größte Lust, denn dann konnten sie träumen. Meist von gutem Essen, von leckeren Braten und Kuchen. Der Räuberhauptmann sah in seinem Lieblingstraum einen riesigen Zimmetpudding, der noch viel größer als sein Pilzhut war.

Davon erzählte er oft und gern. Aber die Räuber hatten auch andere Träume, über die sie nicht sprachen. Der eine hantierte im Schlaf mit Hobel und Säge, um Tische und Stühle zu bauen. Ein anderer ruderte im Traum mit seinem Fischerboot und warf das Netz aus, und ein dritter führte hinter zwei kräftigen Pferden den Pflug über seinen Acker. In ihren Träumen lebten alle sieben Räuber als redliche, fleißige Menschen. Doch wenn sie erwachten, dann blinzelten sie sich schlaftrunken an, wippten in ihren Nestern, gähnten schrecklich und drückten sich ihre stinkenden Pilzhüte noch fester auf die zotteligen Haare. Sie hatten geschworen: Niemals im Leben nimmt ein Baumräuber seinen Hut ab! Ein Baumräuber ohne Hut wird verstoßen aus der Räuberschar! Und daran hielten sie sich.

Je länger die Räuber ihre stinkenden Hüte trugen, desto weniger konnten sie nachdenken. Sie träumten immer seltener. Es schien, als sei unter den Hüten auch ihr Verstand zugewachsen. Sie lagen in ihren Nestern, streckten Arme und Beine von sich und schliefen. Nur wenn ihr Hunger zu arg wurde, machten sie einen Überfall. Auf den gestohlenen Pferden ritten sie zum Eichbaum zurück, und der Räuberhauptmann befahl, die Pferde zu schlachten. Er fürchtete, das Wiehern der Pferde könne ihr Versteck verraten. Jahrelang aßen die Baumräuber Pferdefleisch.

Das alles wusste der kleine Jäger nicht. Er aß Bärentatzensuppe, die ihn stark und mutig machen sollte. Nachdenklich wischte er den Rest der Suppe mit einem Brotstück aus der Schüssel. Nein, er wollte kein Held sein, der die Räuber besiegte. Aber er mochte auch nicht mit seiner Frau streiten. Er nahm die Flinte vom Haken, das Pulverhorn dazu und den Beutel mit den Flintenkugeln.

„Wohin gehst du“, fragte seine große Frau.
„Ach“, sagte der kleine Jäger, „ganz in der Nähe habe ich ein Wildschwein gespürt, das will ich verfolgen.“
Die Frau leckte sich die Lippen: „Wir hatten schon lange keine Schweineklopse mehr!“
„Grabe nur schon Knoblauch aus dem Feld“, meinte der kleine Jäger. „Mit Knoblauch schmecken die Klopse am besten.“

Damit ging er aus der Hütte. Hinter dem Sumpf fand der Jäger die Wildschweinspur im schwarzen Waldboden. Er folgte ihr langsam, prüfte die umgeknickten Gräser und Halme, und an der Größe der Spur erkannte er, dass ein besonders starkes Wildschwein vor ihm gelaufen war. Er dachte daran, wie sehr sich seine dicke Frau freuen würde, wenn sie die Klopse aus dem Wildschweinfleisch braten konnte, fein gewürzt mit Thymian und Majoran und frischem Knoblauch aus dem Feld. So geriet er tiefer und tiefer und tiefer in den Wald hinein. Noch nie war er so weit vorgedrungen. Sehr dicht und finster wurde es.

Doch dann schimmerte hinter den hohen Stämmen helles Licht. Der Jäger blieb stehen. Von dieser Lichtung kam ein lautes Rasseln, Schnarchen und Blasen. Er meinte eine ganze Rotte von Wildschweinen zu vernehmen und lud seine Flinte mit Pulver und einer guten Kugel. Vorsichtig schlich er im Schutz der Büsche und Bäume weiter voran.“

Und da kann man sich vorstellen, dass es der kleine mutige Mann ein bisschen mit der großen Angst zu tun bekam. Aber auf der anderen lockte scheinbar eine ganze an Wildschweinen. Und wir erinnern uns, wie sehr sich die große dicke Frau des kleinen Jägersmannes über Klopse aus Wildschweinfleisch freuen würde, fein gewürzt mit Thymian und Majoran und frischem Knoblauch aus dem Feld …

Vielleicht sollten Sie dieses Rezept auch mal ausprobieren. Viel Spaß beim Zubereiten und beim Verspeisen, vor allem aber viel Spaß beim Lesen und bis demnächst.

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