Weniger Arbeitslose im Februar

Von Januar 2018 auf Februar 2018 ist die Arbeitslosigkeit in Sachsen leicht gesunken. Bei einer Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent waren in Sachsen im Februar insgesamt 140.683 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Februar des vergangenen Jahres sind das 20.861 Frauen und Männer weniger ohne Arbeit. Damals lag die Arbeitslosenquote noch bei 7,6 Prozent.

"Im Februar ist die Arbeitslosigkeit leicht gesunken. Die Frühjahresbelebung lässt noch auf sich warten und wirkt meist erst ab März – doch der Zündschlüssel ist gedreht und der Wirtschaftsmotor läuft sich langsam warm. Die sächsischen Betriebe haben deutlich mehr freie Stellen gemeldet und wollen diese in den nächsten Wochen besetzen. Die Mitarbeiter der Arbeitsagenturen und Jobcenter helfen dabei. Sie beraten, vermitteln und unterstützen bei Bedarf mit Qualifizierungslehrgängen. Uns ist wichtig, dass wir keinen stehen lassen und jedem Menschen eine gute Hilfe sind. Der Arbeitsmarkt ist in einer soliden Verfassung und bietet dafür beste Grundlagen – die nutzen wir", sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosenzahl im Februar: 140.683
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (141.561): -878 oder -0,6 Prozent
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (161.544): -20.861 oder -12,9 Prozent
Arbeitslosenquote im Februar: 6,7 Prozent


Arbeitslosigkeit

Die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen ist im Februar wieder leicht rückläufig. Insgesamt waren in Sachsen 140.683 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren 878 (minus 0,6 Prozent) weniger und zum Vorjahresmonat 20.861 weniger Menschen arbeitslos gemeldet (minus 12,9 Prozent).

Im Februar ist die Zahl der Menschen, die sich nach einer Beschäftigung arbeitslos melden mussten, im Vergleich zum Januar spürbar zurückgegangen. Im Gegenzug sind gegenüber dem Vormonat wieder mehr Frauen und Männer in Arbeit gegangen. In der Folge hat das zu einem moderaten Rückgang der Arbeitslosigkeit geführt, so insbesondere in den Zielberufen Gartenbau und Floristik, Hoch- und Tiefbau, Verkehr und Logistik sowie im Verkauf.

Auch die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit, ohne jahreszeitliche Einflüsse, entwickelt sich weiter positiv und liegt mit aktuell 128.000 Menschen um 2.000 unter dem Wert vom Januar 2018.

Die Arbeitslosenquote bleibt im Februar trotz des leichten Rückgangs der Arbeitslosenzahl bei 6,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie um 0,9 Prozentpunkte.

Beschäftigung

Im Dezember 2017 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen rund 1,6 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 29.600 Menschen hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 1,9 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Sozialwesen (plus 4.600) und dem Verarbeitenden Gewerbe (plus 4.600). In den Bereichen Erziehung und Unterricht (plus 2.800), im Gesundheitswesen (plus 2.400) sowie im Bereich Information und Kommunikation (plus 2.200) sind deutlich mehr Menschen beschäftigt als vor einem Jahr. Einen kräftigen Beschäftigungsaufbau gab es weiterhin im Bereich Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (plus 2.000) sowie im Bereich Verkehr und Lagerei (plus 1.900).

Im langjährigen Vergleich liegt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 1,6 Mio. auf recht hohem Niveau. Seit 1999 waren in keinem Dezember mehr Menschen in Sachsen beschäftigt. Den Tiefstand erreichte die Beschäftigung in Sachsen im Jahr 2005.

Arbeitskräftenachfrage

Im Februar haben sächsische Betriebe insgesamt 11.473 freie Stellen gemeldet. Das waren 3.423 mehr Stellen als im Januar 2018 und 534 mehr als im Februar 2017.

Damit sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 38.029 freie Stellen gemeldet, 1.779 mehr als im Januar und 5.232 mehr als vor einem Jahr.

Die meisten freien Stellen sind im Bereich der Zeitarbeit (11.333) zu besetzen. Einen hohen Bedarf haben daneben Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe (5.191), dem Gesundheits- und Sozialwesen (3.519), dem Bereich Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (3.130), dem Baugewerbe (2.892), den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (1.876), dem Gastgewerbe (1.760) sowie im Bereich Verkehr und Lagerei (1.623).

Diese und viele andere freie Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App (jobboerse) zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden. In der Jobbörse sind aktuell über 72.000 freie Stellen von sächsischen Unternehmen veröffentlicht.

Unterbeschäftigung

Im Februar 2018 haben rund 49.000 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen oder standen der Vermittlung vorübergehend nicht zur Verfügung. Viele wurden mit Weiterbildungen (10.400) gefördert, haben an Arbeitsgelegenheiten in der Grundsicherung (4.300) und an Aktivierungsmaßnahmen (6.100) teilgenommen oder wurden durch andere Institutionen unterstützt (12.000). Wegen kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit waren 4.400 Frauen und Männer für die Arbeitsvermittlung nicht verfügbar und zählten daher nicht als arbeitslos. Damit lag die Zahl der Menschen, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen um 700 über dem Niveau des Vormonats und um rund 700 unter dem des Vorjahresmonats.

Die Unterbeschäftigung – die Summe aus Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen – belief sich im Februar 2018 auf insgesamt 189.723 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Februar 2017 um 21.571 oder 10,2 Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 74,2 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Unterbeschäftigungsquote im Januar bei 8,8 Prozent.

Über Bundesagentur für Arbeit
Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Bundesagentur für Arbeit
Regensburger Straße 104
90478 Nürnberg
Telefon: +49 (911) 179-0
Telefax: +49 (911) 179-2123
http://www.arbeitsagentur.de

Ansprechpartner:
Frank Vollgold
Pressesprecher
Telefon: +49 (371) 9118-911
Fax: +49 (371) 9118-696
E-Mail: Frank.Vollgold2@arbeitsagentur.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.