Positive Bilanz: Straßenverkehrsunfälle 2017

Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) wird im Jahr 2017 die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sowie die der Verunglückten insgesamt geringfügig zurückgehen. Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Personen bleibt nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Bei der Zahl der Unfälle mit Personenschaden wird im Vergleich zum Vorjahr (2016: 308.145 Unfälle) ein Rückgang um rund 5.000 Unfälle erwartet. Die Zahl der bei diesen Unfällen Verunglückten (verletzte und getötete Personen; 2016: 399.872) wird dabei ebenfalls um knapp 5.000 sinken. Die Zahl der Getöteten mit 3.210 Personen wird ähnlich wie im Vorjahr (2016: 3.206 Getötete) liegen.

Die Gesamtfahrleistung wird voraussichtlich in 2017 insgesamt um rund zwei Prozent steigen. Dadurch sinkt das fahrleistungsbezogene Risiko im Straßenverkehr getötet zu werden, um fast zwei Prozent auf etwa 4,1 Getötete je eine Milliarde Fahrzeugkilometer.


Während im Jahr 2016 die Getötetenzahlen in allen Ortslagen zurückgingen, zeigt sich die Entwicklung in 2017 uneinheitlich: Auf Autobahnen (2016: 393) und Landstraßen (2016: 1.853) werden geringe Rückgänge um unter einem Prozent erwartet. Hingegen steigen innerorts die Zahlen von 960 im Jahr 2016 auf 1.000 in 2017 und auf den außerörtlichen Bundesstraßen von 690 auf 700.

Ähnlich die Betrachtung der Altersklassen: Bei Kindern unter 15 Jahren (2016: 66 Getötete) wird in 2017 ein leichter Rückgang auf rund 60 erwartet, bei den jungen Verkehrsteilnehmern im Alter von 18 bis 24 Jahren sogar um knapp zehn Prozent auf rund 400. Bei der Altersgruppe der 25-64jährigen ist nach dem starken Rückgang im Vorjahr in 2017 mit einem leichten Anstieg von 1.570 auf circa 1.600 Getötete zu rechnen, wie auch bei den Senioren mit rund 20 Getöteten mehr (2016: 1.049).

Die BASt bringt zum Ende jeden Jahres eine Prognose der Unfallzahlen des noch laufenden Jahres heraus, um so frühzeitig über die Entwicklung der Verkehrssicherheit Bilanz ziehen zu können. Zu diesem Zeitpunkt liegen die Daten lediglich für die ersten acht oder neun Monate vor. Die Zahlen der letzten drei oder vier Monate werden daher mittels Zeitreihenmodellen prognostiziert, bei denen neuerdings auch meteorologische Variablen aufgenommen wurden, um dem Einfluss der Witterungsverhältnisse auf die Unfallhäufigkeit Rechnung zu tragen. Vergleichsrechnungen mit vorangegangenen Jahren haben gezeigt, dass dieses Verfahren die Prognose deutlich verbessert.

Weitere Informationen
• Langfassung auf www.bast.de
• Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Heft M 276

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