Ganze 6 Minuten öffentliche Erörterung: Windkraftgegner nehmen öffentliche Bürgerbeteiligung nicht ernst, sondern verursachen nur hohe Kosten

Das von der Windpark Wohlbedacht GmbH & Co. KG 1. Betriebsgesellschaft beantragte Repowering in Bad Wünnenberg wird von den Bürgern ganz offensichtlich als überwiegend unproblematisch angesehen.
In der zweiten Offenlage des Projektes hatte es überhaupt nur zwei Einwendungen gegeben. Darunter der Naturschutzbund NABU, der sich mit standardisierten Einwendungen mittlerweile gegen viele Projekte stellt und sich deshalb fragen lassen muss, wie ernst es ihm mit Klima- und Artenschutz tatsächlich noch ist.

Bei der öffentlichen Erörterung des Repowering-Projektes Wohlbedacht diesen Mittwoch (13.12.2017) in Bad Wünnenberg-Fürstenberg waren dann mit Hubertus Nolte und Heiner Brinkmann lediglich zwei kreisweit bekannte Windkraftgegner anwesend. Der aus Neuenbeken stammende Brinkmann, der bekennender Kernkraft-Befürworter ist, ist von dem Projekt persönlich noch nicht einmal betroffen.

„Als die beiden merkten, dass wir auch aufgrund der Anwesenheit aller Fachgutachter zu einer inhaltlichen Erörterung der pauschalen Einwendungen bereit gewesen wären, haben sie sich nach gerade einmal 6 Minuten direkt wieder aus dem Staub gemacht“, ärgert sich Windpark-Geschäftsführer Michael Flocke.


Er wirft den beiden vor, mit ihren Einwendungen nur finanziellen Schaden anrichten und Aufmerksamkeit generieren zu wollen und gar nicht an einer inhaltlichen Auseinandersetzung interessiert zu sein.
„Nolte und Brinkmann verursachen mit ihren pauschalen Einwendungen und ihrem Kurzauftritt nicht nur Kosten bei uns, sondern auch beim Kreis Paderborn. Der Aufwand der Genehmigungsbehörde ist dann leider von der Allgemeinheit zu tragen“, erläutert Flocke.

Es sei ärgerlich, wenn die Idee eines öffentlichen Erörterungsverfahrens so mit Füßen getreten werde. Schließlich seien neben den zuständigen Sachbearbeitern des Kreises auch mehrere Gutachter der Windpark-Gesellschaft vor Ort gewesen, um mögliche Fragen zu beantworten.

Dass ansonsten keine Bürger an dem Verfahren teilgenommen hätten, zeige, dass die große Mehrheit mit dem Windkraftprojekt überhaupt keine Probleme habe.

Die Windpark Wohlbedacht GmbH & Co. KG 1. Betriebsgesellschaft geht jetzt davon aus, dass der Kreis Paderborn zeitnah über die beantragten Genehmigungen für die 11 Anlagen entscheiden werde.

Infos zum geplanten Repowering im Windpark Wohlbedacht:

Im bestehenden Altpark Wohlbedacht sollen 8 Maschinen des Typs Enercon E-66 abgebaut und durch 5 Anlagen der 4 MW-Klasse ersetzt werden. Im erweiterten und rechtskräftig ausgewiesenen Windvorranggebiet direkt rund um diesen Altpark sind zudem weitere 6 Windkraftanlagen der 4 MW-Klasse geplant. Zusammen können die 11 neuen Anlagen 132 Mio. kWh Ökostrom produzieren. Damit können rein rechnerisch pro Jahr fast 38.000 Durchschnittshaushalte versorgt werden.

Die Windkraftanlagen verhindern damit den Ausstoß von etwa 66.000 Tonnen CO2. Der Abbau von jährlich 165.000 Tonnen Braunkohle wird durch die 11 Anlagen überflüssig – das sind gut 4000 Eisenbahnwaggons.

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