In Interviews, Zeitzeugenberichten und Spielszenen erzählt der Film von den unmenschlichen afghanischen Haftbedingungen und dem Schauprozess wegen angeblicher christlicher Missionierung. Nach dem 11. September wurde erst deutlich, dass Shelter Now-Direktor Georg Taubmann und die anderen Gefangenen im Konflikt Afghanistans mit den USA von Anfang an als Geiseln gehalten wurden. Die USA griffen das Land im Oktober an und beendeten die Herrschaft der für die Terroranschläge verantwortlichen Taiban.
Nach dem Zusammenbruch des Taliban-Regimes retteten US-Truppen die Shelter Now-Mitarbeiter. Auch die inhaftierten Ortskräfte wurden befreit. Bereits 2002 kehrten Taubmann und später auch die Deutschen Silke Vopel, Kathrin Jelinek und Margrit Stebner für einige Jahre nach Kabul zurück. Bis heute ist Shelter Now für die notleidenden Menschen in Afghanistan tätig.
Die vier deutschen und drei weitere ausländische Ex-Geiseln trafen sich jetzt „25 Jahre danach“ zu einem mehrtägigen Wiedersehen in der Oberpfalz. Angereist waren auch die beiden US-Amerikanerinnen Dayna Curry und Heather Mercer sowie Diana Thomas aus Australien – ihr Landsmann Peter Bunch nahm per Videokonferenz teil. Das Treffen habe alle sehr ermutigt und neu inspiriert, sagte Georg Taubmann: „Wir sind unserem Gott, unseren Regierungen und allen, die sich für uns eingesetzt haben, sehr dankbar“. Margrit Stebner betonte rückblickend, Fürbitte und Gebet seien 2001 ein Schlüssel gewesen: „Wir danken jedem, der damals für uns gebetet hat.“
Das ZDF-Dokudrama „Die Geiseln des Terrors“ wird in zwei Teilen am 8. und 9. September (20.15 Uhr bzw. 1.45 Uhr) ausgestrahlt. Bereits ab 4. September ist der Film in der Mediathek abrufbar. Wer an Afghanistan und seinen Menschen interessiert sei, solle sich die Sendung unbedingt ansehen, empfiehlt der deutsche Shelter Now-Leiter Matthias Stechert: „Die Zeit damals voller Angst und Hoffnung wird wieder erlebbar.“ Die Bewahrung der Geiseln vor 25 Jahren ermutige Shelter Now, aktuell unter schwierigen Bedingungen vor Ort präsent zu bleiben, erklärte Stechert.
Spendenkonto: Norddeutsche Landesbank, IBAN DE65 2505 0000 0002 5230 58
Shelter Now ist ein internationales Hilfswerk mit Koordinierungsbüro in Deutschland. Von 1983 bis 2016 war es in Pakistan tätig. 1988 begann die Arbeit in Afghanistan, 2014 in der Autonomen Region Kurdistan (Nord-Irak). Der Na-me der Organisation in Deutschland lautet „Shelter Now Germany e.V.“. Shelter Now finanziert seine Hilfsaktionen zu einem großen Teil aus privaten Spenden. Die effiziente und projektbezogene Verwendung der Mittel wird Shelter Now durch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel bescheinigt.
Shelter Now Germany e.V.
Waisenhausdamm 4
38100 Braunschweig
Telefon: +49 (531) 88539-57
Telefax: +49 (531) 88539-59
http://www.shelter.de
Geschäftsführer
Telefon: +49 (531) 8853957
E-Mail: m.stechert@shelter.de
![]()
