Die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung 2025 endet für nicht steuerlich beratene Steuerpflichtige am 31. Juli 2026. Für viele Krypto-Anlegerinnen und -Anleger fällt der Endspurt der Steuersaison mit einer strukturellen Veränderung zusammen: Seit dem 1. Januar 2026 erfassen Krypto-Dienstleister meldepflichtige Transaktionsdaten. Laut dem Krypto-Vergleich von Capitalo Finanzservices verschiebt das die Frage für Anleger von „ob" zu „wie" die eigenen Geschäfte dokumentiert werden.
Key Facts
- Abgabefrist: Die Steuererklärung 2025 ist ohne steuerliche Beratung bis zum 31. Juli 2026 einzureichen. Mit Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein verlängert sich die Frist grundsätzlich bis zum 28. Februar 2027 (praktisch 1. März 2027, da der 28. Februar auf einen Sonntag fällt).
- Neue Meldepflicht (DAC8): Das deutsche Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz setzt die EU-Richtlinie DAC8 um. Krypto-Dienstleister erfassen die meldepflichtigen Daten seit dem 1. Januar 2026; erster Meldezeitraum ist das Kalenderjahr 2026. Die erste Meldung an die Behörden erfolgt 2027.
- Software-Spanne: Die verglichenen Lösungen reichen von 34,99 Euro für eine einzelne Steuererklärung bis 229 Euro für Portfolios mit bis zu 10.000 Transaktionen.
- Vier Werkzeuge im Vergleich: Blockpit, CoinTracking, Koinly und wundertax decken unterschiedliche Anlegertypen ab.
Den vollständigen Vergleich mit allen Preisstaffeln finden Interessierte im Krypto-Steuersoftware-Vergleich von Capitalo (https://www.capitalo.de/…).
Einordnung im Krypto-Vergleich
Laut dem Krypto-Vergleich von Capitalo Finanzservices unterscheiden sich die vier Lösungen vor allem nach Transaktionsvolumen und Anlegertyp:
- Blockpit (Sitz Linz) richtet sich als DACH-Spezialist an aktive Anleger und bietet ein kostenloses Portfolio-Tracking. Der Steuerreport ist ab 49 Euro je Steuerjahr für bis zu 50 Transaktionen erhältlich, weitere Staffeln liegen bei 99 Euro (1.000 Transaktionen), 149 Euro (3.000) und 229 Euro (10.000).
- CoinTracking (Sitz München) gilt als etablierter Anbieter mit großem Funktionsumfang. Der Einstieg liegt bei 39 Euro pro Jahr für 200 Transaktionen, die Pro-Variante bei 129 Euro (3.500 Transaktionen) und die Expert-Variante bei 219 Euro (bis 100.000).
- Koinly setzt den Schwerpunkt auf die Anbindung vieler Blockchains und Börsen. Der Steuerreport startet bei 49 Euro je Steuerjahr für 100 Transaktionen, gefolgt von 99 Euro (1.000) und 199 Euro (3.000).
- wundertax (Sitz Berlin) ist als klassische Steuersoftware eine Budget-Alternative für einfache Fälle und kostet 34,99 Euro je Erklärung, drei Erklärungen sind für 89,99 Euro erhältlich.
Studien zufolge hält rund jeder zehnte Haushalt in Deutschland Kryptowerte; laut einer Auswertung der Europäischen Zentralbank liegen die Bestände bei einem erheblichen Teil der Besitzer im unteren dreistelligen Bereich. Für die steuerliche Einordnung ist weniger die Höhe als die Zahl der Bewegungen entscheidend.
Was die Steuerregeln für Krypto vorgeben
Die zentrale Herausforderung ist die lückenlose Dokumentation jeder Transaktion über verschiedene Börsen und Wallets hinweg. Maßgeblich sind in Deutschland folgende Grundsätze:
- Einjährige Haltefrist: Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen sind nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerfrei (privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG).
- Freigrenze: Liegen die gesamten Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften eines Jahres unter 1.000 Euro, fällt keine Steuer an. Wird die Grenze überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig.
- Tausch zählt als Verkauf: Auch der Tausch einer Kryptowährung in eine andere gilt als steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft.
- Staking: Erträge aus Staking werden als sonstige Einkünfte nach § 22 EStG behandelt.
- Verwendungsreihenfolge: Für die Ermittlung der Anschaffungskosten kommt regelmäßig die FIFO-Methode zum Einsatz.
Wer nur wenige Käufe über eine einzige Börse abgewickelt hat, kann die Angaben häufig ohne Zusatzsoftware zusammenstellen. Sobald jedoch mehrere Handelsplätze, Wallet-Transfers oder Coin-zu-Coin-Tausche zusammenkommen, steigt der Aufwand deutlich. Genau hier setzen die spezialisierten Werkzeuge an.
Experten-Einschätzung
„Mit dem Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz wird die saubere Dokumentation von Krypto-Geschäften zur Pflichtaufgabe, nicht zur Kür", sagt Alexander Senger, Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Geschäftsführer der Capitalo Finanzservices GmbH. „Entscheidend ist der Blick auf das eigene Transaktionsvolumen: Wer über mehrere Börsen und Wallets handelt, spart mit einer passenden Software vor allem Zeit und Fehlerquellen. Wer nur wenige Geschäfte über eine Plattform abgewickelt hat, kommt oft auch ohne Zusatzkosten aus."
Capitalo Finanzservices GmbH betreibt unabhängige Finanzvergleichsportale für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Seit 2014 werden über 600 Finanzprodukte systematisch bewertet — von Tagesgeld über Kreditkarten bis zu Depotkonten. Alle Vergleiche sind kostenlos, ohne Registrierungszwang und basieren auf datenbasierten Bewertungen. Gründer und Geschäftsführer Alexander Senger ist Diplom-Finanzfachwirt (FH) sowie Versicherungs- und Finanzfachwirt (IHK) mit über 20 Jahren Erfahrung in der Finanzbranche.
Capitalo Finanzservices GmbH
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