Cyber-Resilienz aus Sicht der Datenrettung: Impulse von Jan Bindig beim CRN XChange EMEA 2026

Cyber-Resilienz entscheidet sich nicht allein daran, ob ein Angriff verhindert wird. Sie zeigt sich vor allem dann, wenn Schutzmechanismen an ihre Grenzen kommen und Unternehmen klären müssen, welche Daten noch vorhanden, rekonstruierbar und wieder nutzbar sind. Diese Perspektive brachte Jan Bindig, Geschäftsführer des Leipziger Datenrettungsspezialisten DATA REVERSE, beim CRN XChange EMEA am 22. und 23. Juni 2026 in Den Haag ein. 

Ein zentraler Bestandteil des Events waren die Boardrooms, in denen Sponsoren Impulse zu aktuellen Channel- und Technologiethemen gaben und diese anschließend in interaktiven Sessions mit Teilnehmern aus verschiedenen europäischen Märkten diskutiert wurden. Bindig moderierte eine dieser Gruppen und brachte dabei die Perspektive der Datenrettung und IT-Forensik ein. Das direkte Interesse eines irischen Managed Service Providers zeigte, dass Fragen zur Wiederherstellbarkeit von Daten und zur praktischen Cyber-Resilienz auch im internationalen Channel an Bedeutung gewinnen. 

Während sich viele Diskussionen im Channel auf Prävention, Cloud, Security-Services und Managed Detection konzentrieren, beginnt die Arbeit von DATA REVERSE häufig dort, wo diese Maßnahmen nicht ausgereicht haben. Aus dieser Praxis heraus beobachtet Bindig seit Jahren eine Veränderung in der Vorgehensweise von Angreifern. Statt ausschließlich eigene Schadsoftware einzusetzen, nutzen Täter zunehmend vorhandene Systemwerkzeuge und legitime Administrationsfunktionen. Diese als „Living off the Land“ bekannte Methode macht Angriffe unauffälliger und für klassische Schutzmechanismen schwerer erkennbar. 

Im Datenrettungslabor zeigt sich anschließend, welche Folgen solche Vorfälle konkret haben. Häufig geht es nicht nur um gelöschte Dateien, sondern um beschädigte Dateisysteme, zerstörte Strukturen, verschlüsselte oder fragmentierte Datenbestände und die Frage, welche Nutzdaten technisch noch verwertbar sind. Die Wiederherstellung erfordert dann eine logische Rekonstruktion und Extraktion der noch vorhandenen Daten. Dieser Prozess beginnt oft erst, wenn der eigentliche Schaden bereits eingetreten ist. 

„Cyber-Resilienz entscheidet sich nicht nur daran, ob ein Angriff verhindert wird. Entscheidend ist auch, wie schnell ein Unternehmen nach einem Vorfall wieder handlungsfähig wird und welche Daten tatsächlich wieder verfügbar gemacht werden können. Genau diese Perspektive aus der Datenrettung wird in vielen Sicherheitsdiskussionen noch zu selten mitgedacht“, sagt Jan Bindig.

Aus Sicht von Bindig verändert sich damit auch die Rolle der IT-Dienstleister. Sie werden stärker zu Beratern, Prozesstreibern und Risikobegleitern, die Kunden nicht nur technisch betreuen, sondern auch auf Krisensituationen vorbereiten müssen. Dazu gehören belastbare Backup-Strategien, klare Notfallprozesse und realistische Annahmen darüber, was im Ernstfall tatsächlich wiederherstellbar ist.

Formate wie der CRN XChange EMEA bieten aus Sicht von DATA REVERSE einen wichtigen Rahmen, um diese Fragen über Ländergrenzen hinweg zu diskutieren. Bindig sieht darin eine Chance, die Perspektive der Datenrettung und IT-Forensik stärker in strategische Gespräche rund um Cyber-Resilienz einzubringen.

Über die DATA REVERSE® Datenrettung – Bindig Media GmbH

DATA REVERSE® mit Sitz in Leipzig ist auf die professionelle Datenrettung von digitalen Speichermedien spezialisiert. Mit über 20 Jahren Erfahrung, TÜV-zertifiziertem Kundenservice und einer Erfolgsquote von über 95 % bietet das Unternehmen zuverlässige und qualitativ hochwertige Lösungen bei Datenverlusten jeglicher Art. Durch umfangreiches Know-how in Reverse Engineering und eine konsequente Datengarantie zählt DATA REVERSE® zu den führenden Anbietern der Branche.

Neben Festplatten, Flash-Speichern und RAID-Systemen werden auch komplexe logische Speicherarchitekturen wie Software Defined Storage erfolgreich wiederhergestellt. Zur optimalen Qualitätssicherung setzt DATA REVERSE® ausschließlich auf individuell entwickelte Softwarelösungen, ein eigenes Reinraumlabor sowie eine interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

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