Die Hausratversicherung: mehr als ein „Nice to have“
Nicht jeder, der heute eine Hausratversicherung abschließt, tut dies aus eigener schmerzlicher Erfahrung. Trotzdem ist die Hausratversicherung weit mehr als ein Vorsorgeprodukt für Übervorsichtige. Im Gegenteil zeigen die Zahlen, dass sie ein konkretes Risiko adressiert: Pro Jahr regulieren Hausratversicherungen mehr als 800.000 Schadensfälle mit einem Gesamtvolumen von fast 2 Mrd. Euro (Stand 2021).
Einbrüche, Sturm und Hagel, Leitungswasser, Feuer – diese Reihenfolge prägt die statistische Hitliste der versicherungsrelevanten Schadensereignisse. Dabei sind Schäden durch Einbruchdiebstahl und Feuer aus Sicht der Versicherung die kostspieligsten. Das Risiko wächst für Haushalte in den letzten Jahren stetig. Vermehrt auftretende Extremwetterereignisse sind hierfür ein prominenter Grund. Aber auch der sprichwörtliche Zahn der Zeit leistet seinen Beitrag: Wohnhäuser sind in Deutschland im Durchschnitt fast 60 Jahre alt. Nicht wenige von ihnen in unsaniertem „Originalzustand“, was auch und vor allen Dingen die verbauten Wasserleitungen betrifft. Entsprechend steigt die Zahl der Schäden durch altersbedingten Verschleiß stetig. Hinzu kommt ein deutlicher Zuwachs an Haushaltsgeräten mit Wasseranschluss: Waschmaschine und Geschirrspülmaschine zählen heute verbreitet zum Standard und in immer mehr Haushalten finden sich zusätzlich Kaffeemaschinen oder Kühlschränke mit fest installiertem Trinkwasseranschluss. Das theoretische Risiko eines Wasserschadens nimmt damit immer weiter zu.
Schadensprävention statt Schadensregulierung
Die beste Versicherung ist immer die, die man nicht in Anspruch nehmen muss. Das heißt im Falle der Hausratversicherung, dass sowohl Versicherungsnehmer als auch Versicherer einen Beitrag dazu leisten können, Schadensfälle zu vermeiden oder Schaden zu begrenzen. Hier gibt es zahlreiche Empfehlungen, deren Berücksichtigung Risiken minimieren können. Welche Maßnahmen getroffen werden können, hängt naturgemäß von individuellen Voraussetzungen ab. So sollten zum Beispiel größere Mengen Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände nach Möglichkeit nicht im Haushalt, sondern zum Beispiel in einem externen Tresorschließfach aufbewahrt werden, dessen Inhalt ebenfalls über die Hausratversicherung abgesichert werden kann. Denn selbst ein Tresor in den eigenen vier Wänden erweist sich hier oft als trügerische Sicherheit: Bei Einbrüchen verleitet er Täter zu Vandalismus oder schlimmer noch motiviert er zu Gewaltanwendung gegenüber Bewohnern. Darüber hinaus können technische Hilfsmittel einen Beitrag zur Schadensprävention leisten: Zusätzlich zu den inzwischen verbreitet vorgeschriebenen Rauchmeldern können zum Beispiel moderne Durchflussmesser frühzeitig Unregelmäßigkeiten im Wasserdurchfluss erkennen, die auf einen Leistungsdefekt hinweisen können. In hochwassergefährdeten Gebieten liefert ein Hochwasser-Pass Auskunft über konkrete Risiken und dient als Grundlage für geeignete Schutzmaßnahmen.
Außerdem gilt es, neue Risiken zu kennen und zu vermeiden. Immer häufiger liest man zum Beispiel von Wohnungsbränden durch defekte Akkus, aus E-Bikes und sogar Smartphones. Gerade beim Laden sollten diese deshalb nach Möglichkeit nicht unbeaufsichtigt bleiben oder zumindest an Orten mit geringem Brandrisiko gelagert werden.
Nicht nur policiert, sondern bedarfsgerecht versichert
Die durchschnittliche Mietdauer liegt in Deutschland bei rund 15 Jahren; in der eigenen Immobilie wohnen die Deutschen statistisch 20 Jahre und länger. Diese Treue demonstrieren auch die meisten Versicherten in der Hausratversicherung: Nicht selten wird die Versicherung bei Bezug der Immobilie abgeschlossen und tritt erst dann wieder in Erscheinung, wenn ein Versicherungsfall eintritt. Was bei anderen Versicherungen unproblematisch sein mag, erweist sich bei der Hausratversicherung gegebenenfalls als Problem: Das Schlagwort lautet hier Unterversicherung.
Bei Abschluss einer Hausratversicherung wird eine Versicherungssumme vereinbart. Diese definiert, bis zu welchem Maximalbetrag Schäden ersetzt werden. Nicht zuletzt ist sie außerdem mitentscheidend für die Höhe des Versicherungsbeitrags. Um die Ermittlung der Versicherungssumme zu vereinfachen, setzen Versicherer auf Durchschnittswerte, die den Wert einer Einrichtung auf den Quadratmeter Wohnfläche herunterbrechen. Im Ergebnis rechnen viele Versicherer seit Jahrzehnten mit einem „magischen“ Betrag: 650 Euro pro Quadratmeter. In Zweifel gezogen wird diese Pauschale meist nur dann, wenn ausdrücklich besondere Wertgegenstände berücksichtigt werden sollen.
Im Durchschnitt wohnen die Deutschen auf 92 Quadratmetern – Mieter auf etwa 70, Eigentümer auf bis zu 120 qm – was heißt, dass die nach Faustformel empfohlene Versicherungssumme bei knapp 60.000 Euro liegt. Während diese Summe beim Bezug der ersten Wohnung oder auch des ersten Eigenheims hoch erscheinen mag, kann sich dies über die Jahre deutlich verändern. Aus funktionaler Einrichtung vom Möbeldiscounter werden maßgefertigte Einbauküchen, Designermöbel und hochwertige Antiquitäten. Hinzukommen eine wachsende Zahl an elektrischen Haushaltsgeräten, E-Bikes, teure Unterhaltungselektronik und nicht zu vergessen Markenkleidung. Auch wenn nicht jedes Schadensereignis den gesamten Hausrat betrifft, muss doch bei der Gestaltung einer Versicherung mit dem Worst-Case-Szenario eines „Totalschadens“ gerechnet werden. Hier summieren sich die genannten versicherten Güter schnell auf einen Betrag, der die klassische Berechnung übertrifft. Kommt es unter diesen Umständen zum Schadensfall, bleiben Betroffene trotz des guten Glaubens angemessen versichert zu sein schlimmstenfalls auf Teilen der Kosten sitzen. Hierbei ist es wichtig zu bedenken, dass für die Hausratversicherung kein theoretischer Wiederbeschaffungswert oder Zeitwert zählt, sondern der tatsächliche Neuwert versichert ist.
Seriöse Berechnung statt „Pi mal Daumen“
Aus der täglichen Praxis kennt die Waldenburger Versicherung AG die große Vielfalt möglicher Schadensereignisse und deren Folgen. Hierbei tritt auch das Thema Unterversicherung immer häufiger in den Fokus. Auch wenn eine pauschale Berechnung der Versicherungssumme als Orientierung auch von der Waldenburger Versicherung angeboten und genutzt wird, gehört es zu einer seriösen und verantwortungsbewussten Beratung, auf die Problematik hinzuweisen. Jeder angehende Versicherungsnehmer sollte zumindest überdenken, ob die vereinbarte Versicherungssumme tatsächlich dem Neuwert der versicherten Einrichtung und Wertgegenstände entspricht. Hier von der Faustformel abzuweichen, kann sich im Schadensfall rückblickend als weise Entscheidung herausstellen. Um dieses Thema ausdrücklich in die Beratung einzubeziehen, hat die Waldenburger Versicherung Tarifinformationen zur Hausratversicherung ergänzt und bietet bei der Berechnung der Versicherungssumme verschiedene Ausstattungskategorien an. So kann zum Beispiel die Entscheidung für eine Berechnung für eine gehobene Ausstattung mit einem gezielt erhöhten Pauschalbetrag pro Quadratmeter erfolgen. Ebenso kann die Absicherung für den Inhalt von externen Tresorschließfächern bis zu einem Höchstbetrag von 250.000 Euro mit eingeschlossen werden. Die Waldenburger Versicherung AG bietet mit dem eigenen Team und angeschlossenen Vermittlern eine kompetente Beratung zu allen Themen der Hausratversicherung, inklusive der Schadensprävention und der Berechnung der passenden Versicherungssumme.
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