„Zucker, Alkohol und Tabak sind zentrale Risikofaktoren für Allgemeinerkrankungen sowie für Karies und Parodontitis. Sie verursachen hohe Folgekosten, werden gesundheitspolitisch aber nicht verursachungsgerecht berücksichtigt“, erklärt der FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Christian Öttl.
Ziel sei es, den Konsum von Zucker, Alkohol und Tabak zu senken und die Gesundheitskompetenz frühzeitig zu stärken. „Es kann nicht sein, dass die Industrie und der Staat Milliarden mit Zucker, Alkohol und Tabak verdienen, und das Krankenversicherungssystem an den Folgen davon krankt“, betont Öttl.
Zugleich warnt der FVDZ-Bundesvorsitzende davor, bei der Zahnmedizin zu kürzen: „Es ist bemerkenswert, dass als Sparmaßnahmen in der GKV ausgerechnet Leistungskürzungen in der Zahnmedizin als erste Option ins Spiel gebracht wurden. Stattdessen sollten verursachungsgerechte Modelle wie zweckgebundene Abgaben auf Zucker, Alkohol und Tabak ernsthaft diskutiert werden – anstatt die Erfolge der Prävention aufs Spiel zu setzen.“
Die Deutsche Mundgesundheitsstudie DMS VI belege den Erfolg konsequenter zahnmedizinischer Prävention in allen Bevölkerungsgruppen. Die Zahnmedizin habe als erster GKV-Bereich gezeigt, dass Prävention für alle wirke – und sei mit 5,6 Prozent der GKV-Gesamtausgaben kein Kostentreiber. „Wer hier kürzt, schwächt einen der erfolgreichsten Präventionsbereiche unseres Gesundheitssystems“, bringt Öttl es auf den Punkt.
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