Die Deutsche Marine soll ein operationelles Laserwaffensystem erhalten, das komplementär zu Rohrwaffen und Lenkflugkörpern, insbesondere zur Abwehr von Drohnen und weiteren hochagilen Zieltypen im Nah- und Nächstbereich geeignet ist. Die beiden Firmen MBDA und Rheinmetall sind für diese Aufgabe bestens aufgestellt: der gemeinsam erstellte Demonstrator wurde bereits auf einem Marineschiff integriert und ein Jahr lang erfolgreich unter operationellen Bedingungen getestet. Dabei wurden alle notwendigen Fähigkeiten nachgewiesen, um die Ziele präzise, schnell und kollateralschadensarm zu bekämpfen.
Insbesondere auch gegen anspruchsvollste Ziele und unter widrigen Umweltbedingungen ist das System nachweisbar in der Lage, einen Haltepunkt in der Größe einer Ein-Euromünze auf einem weit entfernten Ziel stabil zu verfolgen und punktgenau die Energie der Laserwaffe dorthin zu bündeln. Diese Präzisionsfähigkeit im Tracking und in der Bekämpfung verhindert einen Vorbeischuss am Ziel und gewährt damit größtmögliche Sicherheit.
Im Rahmen der bestehenden Kooperation haben beide Firmen somit ein System angeboten, das den Kundenforderungen in allen Punkten gerecht wird.
„Dieser Schritt zeigt, wie gezielte industrielle und technologische Zusammenarbeit in Deutschland zu absoluter Spitzentechnik führen kann“, so Roman Köhne, Leiter der Rheinmetall-Division Weapon and Munition. „Von Beginn an haben sich beide Partner auf ihre Stärken fokussiert. Deshalb kann zielgerichtet in kurzer Zeit der Bundeswehr ein Produkt angeboten werden, dass in der Summe seiner Eigenschaften einzigartig ist. Darüber hinaus wurde von Anfang an ein Schwerpunkt in der Nationalisierung der Technologie gelegt: Neben staatlicher Souveränität und Versorgungssicherheit in Krisenfällen, ist es ein Ziel, langfristig Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten, auf- und auszubauen.“
„Mit dieser GmbH setzen wir neue Maßstäbe in der Entwicklung und Produktion hochmoderner militärischer Laserwaffensysteme designed und made in Germany“, erklärt Thomas Gottschild, Geschäftsführer MBDA Deutschland. „Sie manifestiert die Vorteile der langjährigen Zusammenarbeit und unterstreicht das Engagement beider Unternehmen, schnellstmöglich das erfolgreich erprobte maritime Produkt marktverfügbar zu machen und der Bundeswehr weitere Drohnenabwehrmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Durch die Kombination komplementärer und innovativer Kernkompetenzen können wir ein technologisch führendes, qualifiziertes und einsatzfähiges Laserwaffensystem für die Deutsche Marine anbieten.“
Nach erfolgreicher einjähriger Testphase zur See mit mehr als über 100 Beschüssen und Trackingversuchen gegen verschiedene Ziele, unter anderem auch gegen „Blue Sky“, also ohne die Landschaft als Strahlenfang zu nutzen, wurde der Laserdemonstrator für die Marine zur weiteren Erprobung an das Laserkompetenzzentrum der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) in Meppen transferiert. Er ist dort wieder in Betrieb genommen worden und wird zur weiteren Erprobung auch landgestützter Drohnenabwehr genutzt,
Über MBDA
MBDA ist der einzige europäische multinationale Konzern, der auf dem Gebiet komplexer Waffensysteme weltweit führend ist. MBDA und die mehr als 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten zusammen, um die nationale Souveränität von Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und des Vereinigten Königreichs sowie anderer verbündeter Länder sicherzustellen. MBDA ist der einzige europäische Konzern, der in der Lage ist, komplexe Waffen zu entwickeln und zu produzieren und alle operativen Anforderungen der Streitkräfte zu Land, zur See und in der Luft zu erfüllen. MBDA ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus (37,5%), BAE Systems (37,5%) und Leonardo (25%).
Rheinmetall ist ein führendes internationales Systemhaus der Verteidigungsindustrie und zugleich Treiber zukunftsweisender Innovationen auf den zivilen Märkten. Mit seinen Technologien, Produkten und Systemen schafft Rheinmetall die unverzichtbare Grundlage für Frieden, Freiheit und nachhaltige Entwicklung: Sicherheit. Mit derzeit mehr als 40.000 Mitarbeitern an über 170 Standorten weltweit erzielte das DAX-notierte Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden Euro.
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