Herdenschutzhunde in den Cuxhavener Küstenheiden

Schafbeweidung spielt auch in den Naturschutzflächen der Cuxhavener Küstenheiden eine zentrale Rolle bei der Landschaftspflege. Für die Beweidung werden wechselnde Flächen von rund 10 Hektar Größe eingezäunt, auf denen bis zu 400 Schafe und Ziegen weiden.

Die Rückkehr des Wolfs stellt auch Nutztierhalter in Cuxhaven vor neue Herausforderungen. Um die Schafe und Ziegen vor möglichen Angriffen zu schützen und Konflikte zwischen Weidetieren und Wildtieren zu vermeiden, werden in den Cuxhavener Küstenheiden seit rund einem Jahr Herdenschutzhunde eingesetzt. Diese Hunde sind speziell dafür ausgebildet, Herden zu bewachen und zu verteidigen. In den Küstenheiden sind pro Herde in der Regel zwei Herdenschutzhunde im Einsatz, die sehr eng mit den Schafen zusammenleben.

Aktuell werden die Herden mit ihren Hunden vor allem in der Zeit von März bis Oktober in den Küstenheiden geweidet. Geplant ist, diese Beweidung und den Einsatz der Hunde in Zukunft ganzjährig fortzuführen. Die Weideflächen verlagern sich im Laufe des Jahres, da die Schafe die Vegetation abgrasen und anschließend in ein neues Areal umziehen. Die Herdenschutzhunde bleiben dabei stets mit „ihren“ Schafen und Ziegen im umzäunten Bereich der jeweiligen Weiden und verlassen diesen nicht.

Die Herdenschutzhunde reagieren instinktiv auf potenzielle Gefahren und bewachen ihre Herde aufmerksam, dabei kann es zu lautstarkem Bellen kommen. Für Pferde, die auf Hundegebell oft ängstlich oder nervös reagieren, ist es deshalb ratsam, die Herden möglichst mit einem gewissen Abstand zu passieren. Um Konflikte zu vermeiden, sollte beim Passieren, ob zu Pferd, zu Fuß oder mit dem Rad, ausreichend Abstand zu den Weideflächen gehalten und ein ruhiges, gelassenes Verhalten gezeigt werden. Pferde sind kontrolliert und in sicherer Führung an den Herden vorbeizuleiten. Radfahrende sollten langsam fahren und gegebenenfalls absteigen, um keine Unruhe auszulösen. Ein ruhiges und besonnenes Verhalten gegenüber den Hunden trägt dazu bei, unnötigen Stress für Mensch und Tier zu vermeiden. Hunde sollten in der Gegenwart von Herdenschutzhunden generell an der Leine geführt werden, auch wenn vielleicht gerade keine Leinenpflicht besteht (grundsätzlich in der allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit vom 1. April bis 15. Juli, darüber hinaus ganzjährig in den Naturschutzflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes Altenwalde).

Entsprechende Hinweisschilder an den aktuellen Weideflächen informieren über die Präsenz der Herdenschutzhunde und informieren über die idealen Verhaltensweisen.

Herdenschutzhunde stammen häufig aus traditionellen Hirtenrassen, die über Jahrhunderte speziell für die Aufgabe gezüchtet wurden, Schafherden vor Raubtieren zu schützen. Ihre enge Bindung an die Herde und ihr territorialer Schutzinstinkt machen sie zu verlässlichen „Beschützern“. Sie greifen nicht grundlos an, sondern zeigen durch Bellen und Präsenz, dass sich jemand der Herde nähert. Der Schäfer ist bei diesen Herden nicht anwesend.

Neben den Herdenschutzhunden in den eingezäunten Bereichen gibt es in den Küstenheiden auch traditionelle Hütehunde. Diese arbeiten direkt in der offenen Landschaft und begleiten die Herde. Sie sind dabei stets in Begleitung des Schäfers und niemals allein oder frei unterwegs. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Tiere zusammenzuhalten und in die gewünschte Richtung zu führen, sie schützen die Herde jedoch nicht aktiv vor Gefahren.

Da sich die Küstenheiden im Naturschutzgebiet befinden, gilt für alle mitgeführten Hunde ganzjährig eine Leinenpflicht. Dies gilt sowohl zum Schutz der heimischen Wildtiere und der Schafherden und ihrer Herdenschutzhunde als auch zum Schutz vor Reptilien und Amphibien, die dem eigenen Hund gefährlich werden könnten. Des Weiteren schütz die Leine die Hunde auch davor, dass diese nicht in Stromzäune laufen.

Mit gegenseitiger Rücksichtnahme lassen sich die Cuxhavener Küstenheiden für alle Besuchenden, Weidetiere und Herdenschutzhunde sicher und konfliktfrei erleben.

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