40 Jahre BIG: Studiengang der Hochschule Osnabrück feiert Jubiläum

40 Jahre – so lange existiert bereits der Studiengang Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen (BIG) an der Hochschule Osnabrück. Mit der Entstehung des damaligen Diplomstudiengangs trug die Hochschule zu einer großen Entwicklung im Gesundheitssektor bei und verfügt mittlerweile über ein Netzwerk aus rund 300 Kooperationspartnern und mehr als 1.600 Absolventinnen und Absolventen. Gemeinsam sollte im Rahmen der 35. Jahresfachtagung mit Vertreterinnen und Vertretern der Gesundheitspolitik, Krankenkassen, Wissenschaft und des Managements von Gesundheits- und Krankenhauseinrichtungen im Dezember vergangenen Jahres gefeiert werden. Jedoch musste die Tagung aufgrund der aktuellen Lage in dieses Jahr verschoben werden.

BIG: Ein Wegweiser für die Praxis


„Wir sind stolz darauf, bereits seit 40 Jahren durch einen solch erfolgreichen Studiengang dem Gesundheitswesen die nötige Expertise liefern zu können. Damals besaß die Hochschule die nötige Weitsicht, um zu erkennen, dass das Gesundheitswesen sich in den nächsten Jahrzehnten in einem Transformationsprozess befinden wird“, blickt Studiendekanin Prof. Dr. Ursula Hübner, Professorin für Medizinische und Gesundheitsinformatik und Quantitative Methoden, auf die positive Entwicklung von BIG zurück. Bei der Errichtung von Studiengängen konzentrierten sich die Fachhochschulen vermehrt auf Wirtschaftszweige der Industrie, Banken oder Landwirtschaft und widmeten sich weniger der Lehre von Krankenhausbetrieben. „Aus dieser Mangelsituation etablierte sich die Krankenhausmanagementlehre, die heute noch als Wegweiser für die Praxis gilt“, erklärt Prof. Dr. Julia Oswald, Studiengangbeauftragte des Bachelorstudiengangs BIG. „Wir wollen Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen als Unternehmen verstehen und führen“, ergänzt die Professorin. Die Hochschule Osnabrück war aufgerufen, an der Schaffung dieser Voraussetzungen mitzuwirken und errichtete in enger Kooperation mit den Krankenhäusern im Jahr 1980 den Studiengang Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen. Seitdem sind die Kompetenzen laut Hübner gewachsen, „dazu kamen beispielsweise Digitalisierung, Vernetzung und Restrukturierung“.

Praxisbezug bleibt weiterhin wichtiger Bestandteil des Studiums

Bereits seit der Gründung des Studiengangs steht die Verknüpfung von Theorie und Praxis im Vordergrund. „Auch heute ist uns der Praxisbezug in der Lehre enorm wichtig. Das fest verankerte Praxisprojekt trägt hierzu in besonderem Maße bei. Es stößt sowohl bei den Studierenden als auch bei den Kooperationspartnern auf eine hohe Akzeptanz – und das seit 40 Jahren!“, berichtet die Studiengangbeauftragte begeistert. Seitdem wird in regelmäßigen Abständen in Kooperationsgesprächen die Aktualität der Lehrinhalte überprüft und gegebenenfalls angepasst. Den hohen Praxisanteil, die kleinen Studiengruppen und der direkte Kontakt zu den Lehrenden loben auch die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs jährlich bei der Jahresfachtagung. „BIG ist für mich die perfekte Ergänzung zu meiner Ausbildung und ist der perfekte Studiengang, um sich im Gesundheitswesen weiterzubilden“, blickt Absolvent Niklas Schild auf sein erfolgreiches Studium zurück. Auch heute besteht noch ein hoher Bedarf an Fach- und Führungskräften in Gesundheits- und Krankenhauseinrichtungen. „Das Interesse an BIG-Absolventinnen und Absolventen ist nach wie vor groß, so dass am Konzept weiter festgehalten werden soll. Zukünftig wird es noch stärker darum gehen, die Herausforderungen des digitalen Wandels in den Blick zu nehmen, so dass dieser in den Krankenhaus- und Gesundheitseinrichtungen erfolgreich mitgestaltet werden kann“, zeigt Julia Oswald die bevorstehenden Meilensteine des Studiengangs auf und ist zuversichtlich, dass der Studiengang auch die nächsten 40 Jahre nicht an Bedeutung verlieren wird.

 

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