Getreidelieferungen für den Iran

Die Frühjahrszeit ist für die Experten aus der Transport- und Logistikbranche mit einem Anstieg des Transportvolumens von solchen Frachten wie Saatgut, Pestizide, Düngemittel, d. h. mit Waren im Zusammenhang mit der Aussaat, verbunden.

In südlichen Ländern, beispielsweise im Iran, beginnt dieser Zeitraum etwas früher als bei den nördlichen Nachbarn und zwar bereits gegen Ende Februar stehen für Landwirte schwierige Monate vor der Tür. Problematisch sind nicht nur der enorme Arbeitsaufwand, sondern auch die ungünstigen klimatischen Bedingungen. Während die Weizen- und Gerstenressourcen die Selbstversorgung des iranischen Inlandsmarktes sicherstellen, ist der Verarbeitungssektor viel abhängiger von den importierten Rohstoffen. Im Jahr 2017 avancierte der Iran nach Saudi-Arabien und China zum drittgrößten Gerstenimporteur der Welt. Ein Viertel der Rohstoffe wurde aus Russland geliefert.

Wir befragten Mohammad Sadeghiharabadi, Country Manager von AsstrA-Associated Traffic AG für den Iran, zur Spezifität der Getreidetransporte zwischen Russland und dem Iran.


Herr Sadeghiharabadi, sehen Sie eine Zunahme oder eine Abnahme der Nachfrage nach Getreidetransporten auf der Strecke Russische Föderation – Iran. Worauf ist das zurückzuführen? Wie schätzen Sie die Marktsituation in naher Zukunft ein?

Ich kann definitiv sagen, dass die Getreidemenge, die in Russland für weitere Exporte in den Iran gekauft wird, stetig wächst. Dies zeigt sich auch bei den Meldungen seitens unserer Kunden: Zuletzt haben wir fast gleichzeitig eine Anfrage von zwei verschiedenen Kunden bezüglich des Transportes von Gerste und Linsen aus Saratow und Wolgograd in den Iran erhalten. Das Gesamtgewicht der zu transportierenden Ladungen betrug ca. 3.500 Tonnen. Wir erhalten regelmäßig Anfragen nach Kostenschätzungen für Transportaufträge von Getreide auf dieser Strecke. Das wachsende Interesse am iranischen Markt ist vor allem auf atmosphärische Bedingungen zurückzuführen. Gegen Ende Februar hat das iranische Nationale Krisenmanagementzentrum die Dürre im ganzen Land ausgerufen (97 % des Staatsgebiets). Unter solchen Bedingungen ist es kaum wahrscheinlich, dass die im Juli gesammelte Ernte die Bedürfnisse des iranischen Binnenmarktes abdecken wird, ganz zu schweigen von den Getreidemühlen im Land, die selbst in der Erntezeit nur zu 50 % mit iranischen Rohstoffen gefüllt sind. Daher erwarten wir in naher Zukunft nicht nur einen Anstieg der Anzahl und des Volumens der Gersten- und Linsentransporte, sondern ergänzen diese Liste auch um Weizen, Reis und andere Getreidearten.
In den letzten Jahren hat der Iran eine Reihe von Einfuhrverboten für landwirtschaftliche Erzeugnisse einschließlich Getreide eingeführt. Wie wirkt sich das auf die Anzahl der realisierten Transporte aus?

Die Verbote im iranischen Agrarsektor sind recht flexibel. Im November letzten Jahres wurde das Einfuhrverbot für Reis aufgehoben. Vor nur drei Wochen haben der Iran, Russland und Kasachstan trotz des zweijährigen Verbotes, das im vergangenen März eingeführt wurde, ein Dreiparteien-Abkommen über den Weizenhandel geschlossen.
Um bei der Logistik zu bleiben: Wird Getreide hauptsächlich in Containern oder mit LKW mit Planen transportiert? Welche Option ist für den Kunden profitabler?

Dies hängt vom Beladungsort ab. Im Falle von Saratow war der Landtransport eine kostengünstigere Art, Gerste zu transportieren, weshalb wir dem Kunden die Möglichkeit des Transportes mit 20-Tonnen-Kühlwagen angeboten haben. Im Falle von Astrachan haben wir uns natürlich für den Seetransport entschieden, aber wir haben Getreide nicht in Containern, sondern lose transportiert. Generell beeinflusst die Wahl des Fahrzeugs nur den Endpreis des Transportes und somit den Endpreis des Getreides für den Verbraucher.
Was sind die formellen Hindernisse und Schwierigkeiten, die mit dem Transport von Getreide in den Iran verbunden sind?

Aus rechtlicher Sicht sind für Getreidetransporte die Gesundheitsbescheinigung, begleitende Dokumente und ein Frachtbrief erforderlich. Wenn der Kunde keine Zeit für die Vorbereitung der Dokumentation verschwenden möchte, übernehmen wir diese Aufgabe für ihn. Die Zusammenarbeit mit iranischen Unternehmen unterliegt eigenen Gesetzen, erfordert Wissen und Verständnis. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrungen in dieser Hinsicht, die den Transportprozess erheblich erleichtern und beschleunigen.

Aus praktischer Sicht liegt die Hauptschwierigkeit für Logistikdienstleister auf der Strecke zwischen Russland und dem Iran im Fehlen von Fahrzeugen, Schiffen oder freien temporären Lagern in Häfen. Aber in unserem Fall ist AsstrA dank des umfangreichen Netzwerks zuverlässiger Geschäftspartner immer in der Lage, dem Kunden die richtige Lieferoption anzubieten.
Der Leiter der Abteilung namens AsstrA Grain Logistics, Aleksej Sorokin, erzählt über die Möglichkeiten von AsstrA im Agrarsektor:

AsstrA realisiert internationale Transporte von Getreide in die EU-, GUS-Länder und nach Asien. Wir bieten lose Getreidelieferungen oder jene in Containern sowie See-, Binnenschifffahrts- und Schienentransporte in spezialisierten Getreidewaggons sowie den Handel mit Getreide- und Ölprodukten an. Die Menge von Gerste, Malz, Weizen und anderen Getreidegruppen, die von AsstrA transportiert werden, ist im Jahr 2017 gegenüber 2016 um 40 % gestiegen. Wir planen, das gleiche Entwicklungstempo auch im Jahr 2018 beizubehalten.

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