VDMA: „Bad Boys“-Gerede gefährdet den Welthandel

Zu den Vorwürfen von US-Präsident Donald Trump gegen die deutschen Handelsüberschüsse und zum Treffen der G-7-Staaten in Sizilien erklärt VDMA-Präsident Carl Martin Welcker:

„Mit schon ermüdender Regelmäßigkeit gerät Deutschland in die Kritik wegen seiner Handels- und Leistungsbilanzüberschüsse. Die deutsche Exportstärke ist aber kein Zeichen von unfairem Wettbewerb; niemand ist gezwungen, deutsche Produkte zu kaufen. Die deutsche Industrie exportiert auch keine Probleme. Sie liefert Wettbewerbsfähigkeit! Mit Hilfe von Maschinen und Anlagen aus Deutschland können sich andere Länder modernisieren. So wachsen neue Konkurrenten heran, und bestehende Wettbewerber rüsten auf. Je erfolgreicher diese Länder sich modernisieren, desto attraktiver wird es wiederum für deutsche Unternehmen, dort vor Ort zu investieren, zu produzieren und die lokale Nachfrage zu bedienen. Davon profitieren alle – auch die USA! Unsere Wettbewerbsfähigkeit im In- und Ausland ist hart erkämpft, politisch mit teils sehr schmerzhaften Reformen. Reformen, die andere Länder offenbar gescheut oder nicht konsequent genug umgesetzt haben. Der freie Handel ist viel zu wichtig, um ihn auf das Niveau von „Bad Boys“-Gerede herabzusetzen. Wir fordern die G-7-Staaten deshalb auf, sich mit aller Kraft gegen Protektionismus und Nationalismus einzusetzen.“

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Der VDMA vertritt mehr als 3200 Mitgliedsunternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit aktuell gut 1 Million Beschäftigten im Inland und einem Umsatz von 220 Milliarden Euro (2016) ist der Maschinenbau größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

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